Geschäftsführer Wendler überreicht Chefärztin Dr. Zacke einen Blumenstrauss

Eine Weise, der man stets vertrauen kann

Jerichow,

In einer Feierstunde ist die Chefärztin für Neurologie Dr. med. Petra Zacke nach 41 Dienstjahren herzlich verabschiedet worden. Gäste, Mitarbeiter und Krankenhausleitung würdigten ihre enorme Leistung für das AWO Fachkrankenhaus Jerichow.

 
Ärztin Dr. Petra Zacke während der Feierstunde zu ihrer Verabschiedung

In einer kleinen Feierstunde ist die langjährige Chefärztin für Neurologie Dr. med. Petra Zacke nach 41 Dienstjahren am 15. November verabschiedet worden. 24 Jahre jung begann sie ihre Laufbahn am 1. September 1976 im AWO Fachkrankenhaus Jerichow als Assistenzärztin. Stationen als Fachärztin, Oberärztin und letztendlich als Chefärztin und stellvertretende Ärztliche Leiterin folgten. Als Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie war sie in sehr vielen Bereichen des Krankenhauses tätig. Grußworte sprachen der Jerichower Bürgermeister Harald Bothe und der Amtsarzt Dr. Henning Preisler aus, der auf 27 Jahre kollegialer Zusammenarbeit zurückblickte.

Mitarbeiter, Krankenhausleitung und der ehemalige Ärztliche Leiter Joachim Müller würdigten ihre weitreichenden Leistungen für das Fachkrankenhaus. „Mit ihrem unaufgeregten und sachorientierten Arbeitsstil ist sie eine wesentliche Stütze des Hauses gewesen. Sie hat für den Weiterbetrieb gesorgt in den schwierigen Jahren nach der Wende.“, dankte der Geschäftsführer Thomas Wendler.

Der ehemalige Chefarzt Müller verabschiedet sich von Frau Zacke und umarmt sie

Der ärztliche Leiter Dr. Martin Häring bezeichnete Dr. Zacke als eine „Weise, der man stets vertrauen kann“ und beschrieb die Chefärztin als eine der prägenden Gestalten des Hauses: „In ihren vielen Funktionen hat sie über viele Jahre hinweg zukunftsweisend gestaltet und geformt.“ Heute sei ein Abschied mit einem lachenden und einem traurigen Auge. Frau Dr. Zacke gelte der uneingeschränkte Dank aller Mitarbeiter.

Lange zurück liegende Erinnerungen und Begebenheiten im persönlichen Umfeld beschwor der Pflegedienstleiter Volker Raudszus: "Wenn jemand nicht lange diskutiert, sondern einfach zupackt und sich erfolgreich kümmert, dann ist das die scheidende Chefärztin gewesen." Seine emotionale Würdigung fasste er mit einem Spruch zusammen, der von allen Anwesenden viel Beifall erhielt: "Manche Menschen träumen von großen Taten, andere sind wach und führen sie aus."

Mitarbeiter verabschieden sich von Frau Zacke und überreichen Geschenke

Der Co-Chefarzt für Neurologie, Schmerzspezialist Dr. Thomas Wieser, übernimmt nun die Verantwortung für die gesamte Neurologie in Haus 11. Bei seinem Start vor drei Jahren habe Frau Dr. Zacke ihn herzlich empfangen und maßgeblich dazu beigetragen, die Schmerztherapie als neues Behandlungsangebot erfolgreich zu etablieren. „Der Wandel in der Neurologie geht zügig weiter, neue Therapieformen und Diagnosen werden kommen. Veränderung ist nötig, um das Fachgebiet weiter zu entwickeln und für Patienten die passende Behandlungsform bieten zu können.“ Zum Abschied packte das Team der Neurologie einen Rucksack mit Wünschen und Gaben für den Ruhestand.

3 Musiker auf der Bühne im AWO Fachkrankenhaus Jerichow

Die von so vielen Personen hoch gelobte und menschlich sehr geschätzte Chefärztin Dr. Petra Zacke konnte und brauchte ihre Rührung nicht verbergen. Sie selbst beschrieb ihre Karriere als „einen in Ostdeutschland geprägter Lebenslauf“. Mit kleinen Kindern und einer Verkehrsstruktur, die damals ganz anders war als heute, hat sie einen fordernden Beruf ergriffen und sich allen Verantwortung gestellt. „Wegducken gilt nicht, wenn Aufgaben vor einem liegen.“, beschreibt sie ihr berufliches Credo. Der Beruf und die eingeschlagene Fachrichtung seien für sie nach wie vor die richtige Wahl. Sie wird dem Fachkrankenhaus als Vertretung für die Fachabteilung Neurologie weiterhin verbunden bleiben.

Mit stehendem Applaus wurde sie von allen Gästen in den wohl verdienten „Unruhestand“ verabschiedet. Vielen Dank an Frau Dr. Petra Zacke!

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