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Eckpunkte für ein neues Kinderförderungsgesetz sind richtiges Signal für Familienpolitik in Sachsen-Anhalt

Magdeburg,

Das Magdeburger Sozialministerium hat seine Kifög-Eckpunkte vorgestellt. Die AWO erwartet landesweit einheitliche Qualität durch verbindliche Standards.

 
Portraitfoto einer dunkelhaarigen Frau

„Wir können mehr als glücklich sein, dass sich auch in Sachsen-Anhalt der Trend steigender Geburtenzahlen fortsetzt. Von den Kindern und ihrer Qualifikation wird es abhängen, ob Sachsen-Anhalt die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte meistern kann. Kitas fördern – zusätzlich zur elterlichen Sorge – das Wohlergehen und die Entwicklung der Kinder. Das Land muss deshalb aus Sicht der AWO alle Kraft dafür einsetzen, für bestmögliche Rahmenbedingungen zu sorgen, damit sich diese gute und zukunftssichernde Entwicklung weiterhin fortsetzt. Die AWO begrüßt die von der Sozialministerin vorgestellten Eckpunkte. Sie stärken die Familien über Beitragsentlastungen, entlasten Erzieher*innen bei ihrer wertvollen Arbeit und betonen die gemeinsame Verantwortung aller an der Kinderbetreuung Beteiligten.“ so Steffi Schünemann, Leiterin Verband und Sozialpolitik des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt.

Sachsen-Anhalt hat sich schon mit der letzten KiFöG Novellierung auf einen guten Weg gemacht. Das Bildungsprogramm „Bildung elementar – Bildung von Anfang an“ schafft eine gute Voraussetzung für Chancengerechtigkeit im Zugang zu Bildung. Für alle Kinder ist der Ganztagsanspruch geschaffen worden, der Anspruch auf tarifliche Entlohnung wurde aufgenommen und die Finanzierungsstrukturen sind transparenter geworden. Die vorgestellten Eckpunkte greifen diesen roten Faden auf. Das ist insofern der richtige Weg, als dass auch auf Bundesebene die Diskussion zur weiteren Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung aktuelles Thema und Forderung ist.

Die Eckpunkte betonen die Verantwortung der Gemeinschaft zwischen Gemeinden, Landkreisen, Land und Trägern. Eine Neugestaltung dieser Verantwortungsgemeinschaft bedarf aus AWO Sicht einheitlicher landesweiter Rahmenbedingungen, damit Eltern in Sachsen-Anhalt vom Harz bis in die Altmark eine gleichwertige Qualität erwarten können. Zudem muss die Finanzierungssystematik die verschiedenen Träger von Kitas gleichstellen.

Dass die Diskussion zum jetzigen Zeitpunkt aufgenommen wird, sichert einen breiten Beteiligungsprozess zum Gesetzesvorhaben. „Wir brauchen langfristige Zielsetzungen für die Kinderförderung, die schrittweise über gesetzliche Anpassungen erreicht werden. Sachsen-Anhalt verfügt über ein sehr gutes quantitatives Netz an Kinderbetreuung und gut ausgebildete Erzieher*innen. Diesen Vorsprung sollten wir als Land halten und qualitativ weiter ausbauen. Dass das ein Weg der kleinen Schritte ist, ist selbstverständlich. Von den erreichten Standards abzurücken, wäre jedoch mit Blick auf die Familien fatal. Diesen Fokus wünscht sich die AWO bei den Diskussionen zur Gesetzesänderung.“

Zur notwendigen Qualität der frühkindlichen Bildung hat die AWO ein landesweites Positionspapier verabschiedet. Kernpunkte sind Entlastung von Eltern, Wunsch- und Wahlrecht bei der Kita-Auswahl, landesweit einheitliche Qualität durch verbindliche Standards sowie klare Finanzierungs- und Verwaltungsstrukturen.

Die AWO legt zudem Wert auf Elternbeteiligung. Mit der Umfrage „Meine Stimme für mein Kind“ wurden die Interessen von 1500 Eltern in Sachsen-Anhalt abgefragt. Die Ergebnisse werden im September vorgestellt.

» Die AWO Position zur frühkindlichen Bildung als Download

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