Tagungsraum im AWO Fachkrankenhaus Jerichow

17. Jerichower Pflegeforum

Jerichow,

Am Mittwoch fand im AWO Fachkrankenhaus Jerichow das 17. Jerichower Pflegeform statt. Unter dem Motto „Sei so wie Du bist, denn Du bist einzigartig“ trafen sich sowohl Fachkundige als auch andere Interessierte.

 

Am 19. September herrschte reges Treiben im Therapiezentrum Haus 17 vom AWO Fachkrankenhaus Jerichow. Viele Fachkräfte, vor allem aus dem psychiatrischen Bereich und dem Pflegebereich, trafen sich, um bei einer gemeinsamen Vortragsreihe neue Sichtweisen zu entwickeln. Vor allem ging es um Toleranz, Integration, Inklusion und kulturelle Vielfalt.

Das Programm startete nach einigen Grußworten mit einem Vortrag der Beziehungstrainerin und Paartherapeutin Tanja Bakry, die sich fachlich, zugleich aber auf lockere Art und Weise dem Thema „Du nervst mich! – Wie wir gelassener mit herausfordernden Mitmenschen umgehen“ widmete. Nach einer kurzen Kaffeepause, die die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch bot, führte Lars Petersen im nächsten Programmpunkt die Teilnehmenden an das „Systemische Aggressionsmanagement“ heran. Der Pflegedienstleiter der imland Klinik Rendsburg bezog bei seiner Präsentation das gesamte Publikum mit ein, und auch trotz einiger Späße zwischendurch folgten alle Anwesenden seinem Vortrag aufmerksam. In der Mittagspause konnten sich die Angereisten stärken. Viele nutzten die Zeit auch für Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen von außerhalb.

Nach dem Mittagessen wartete mit Buchautor Stefan Lange ein weiterer Höhepunkt auf die Gäste. Mit seiner Lesung aus dem Buch „SUICIDE – Drei Monate und ein Tag“, das die wohl prägendste Zeit seines Lebens schildert, versetzte er das Publikum in nachdenkliche Stimmung. So ernst das Bucht-Thema Selbsttötung auch ist, vermittelt das Buch tiefe Einblicke in die Gedanken eines suizidgefährdeten Menschen. Nach einer letzten Pause, in der die Teilnehmenden die Worte des Autors erstmal sacken lassen konnten, gab es eine abschließende Diskussion zum Tabuthema „Suizid und Suizidprävention“.

Den gesamten Tag über sorgte die Jerichower Krankenhausband „Saitenspinner“ immer wieder für Auflockerungen und kleine Gedankenpausen.

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