Zwei Personen sehen sich ihn einem kleinen Raum die Ausstellung "Euthanasie und Eugenik" an

Wiedereröffnung der Ausstellung „Euthanasie und Eugenik“ in Jerichow

Jerichow,

Im September wurde die Ausstellung „Euthanasie und Eugenik – das AWO Fachkrankenhaus Jerichow in der Zeit des Nationalsozialismus“ in der Krankenhauskapelle feierlich wiedereröffnet.

 

Besucherinnen und Besucher können sich seit dem 25. September 2018 in der wiedereröffneten Ausstellung vor allem mit Einzelschicksalen von Menschen in der NS-Zeit auseinandersetzen. Gemeint sind Männer, Frauen und Kinder, die von 1933-1945 nach Ansicht des NS-Regimes nicht zur sogenannten Volksgemeinschaft gehörten. Dazu zählten beispielsweise Schizophrene, Menschen mit erblicher Fallsucht, Blindheit, Taubheit und Alkoholismus. Sie wurden systematisch ausgegrenzt, verfolgt und ermordet.

930 Opfer kamen damals nachweislich durch Jerichow in den Anstalten Bernburg und Brandenburg durch Vergasung ums Leben. Als damalige Landesheilanstalt wurde Jerichow oftmals als Zwischenanstalt genutzt, bevor Betroffene die letzte Station ihres Lebens erreichten.

Die Ausstellung in der Krankenhauskapelle des AWO Fachkrankenhauses Jerichow, die bis dato in Haus 6 gezeigt wurde, soll auch angesichts der vergangenen Ereignisse in Köthen und Chemnitz die Erinnerungskultur wahren, um zu verhindern, dass sich ähnliche Geschehnisse in Zukunft wiederholen. 

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