Pflegeschülerinnen leiten eine Station im AWO Fachkrankenhaus Jerichow

, Jerichow

Eine Woche lang durften zwei Auszubildende der Gesundheits- und Krankenpflege viele Aufgaben eigenständig bewältigen. Sie sollen so optimal auf den Alltag nach ihrer Ausbildung vorbereitet werden.

Die Schülerinnen des 3. Ausbildungsjahres Madlin Behrens und Josephine Radtke erlebten Anfang November in Vorbereitung ihrer Abschlussprüfung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin eine erlebnisreiche Woche im Bereich Psychiatrie auf der Station Geronto II. Auf den gerontopsychiatrischen Stationen in Haus 15 im AWO Fachkrankenhaus Jerichow werden ältere Patientinnen und Patienten etwa ab dem 60. Lebensjahr behandelt, die an seelischen Erkrankungen oder kognitiven Störungen leiden. Eine Station wird als geschützte Station geführt.

Menschen im höheren Lebensalter sind häufig mit dem Problem der Vereinsamung konfrontiert. Hinzu kommen körperliche Erkrankungen, die in Kombination mit den psychischen Problemen zum einen die Lebensqualität erheblich mindern und zum anderen den Behandlungsverlauf erschweren.

Viele Erfahrungen, neue Eindrücke und positive Ergebnisse konnten die beiden Schülerinnen in der ersten Novemberwoche unter Begleitung der Praxisanleiterin Krankenschwester Alyssa Bohling erzielen. Die optimale Planung der Schülerwoche übernahm die Koordinatorin der Praxisanleitung, Krankenschwester Corinna Wernstedt.

Die Auszubildenden haben während ihrer Ausbildung verschiedene Stationen der Fachabteilungen im AWO Fachkrankenhaus Jerichow und auch in anderen Krankenhäusern durchlaufen. In der Projektwoche durften sie dann das „Kommando“ übernehmen und beweisen, dass sie ihre Ausbildung im kommenden Frühjahr erfolgreich abschließen können. Mit viel Motivation und Sicherheit konnten die zwei Auszubildenden den offenen Bereich der Abteilung Gerontopsychiatrie mit 14 Behandlungsplätzen leiten und führen.

Es galt während der Woche viele Aufgaben zu bewältigen, angefangen bei der Grundkrankenpflege bis hin zur Behandlungspflege, wie Blutentnahmen, Injektionen, Versorgung einer PEG-Sonde und Applikation der Nahrung, Medikamente bereitstellen und verabreichen. Auch die administrativen Aufgaben nahmen einen großen Raum in der täglichen Arbeit ein und wurden mit viel Engagement bewältigt.

Beide Schülerinnen zeichneten sich durch besonderes Interesse, Einsatzbereitschaft und Einfühlungsvermögen aus. Am letzten Tag wurde bei der Evaluation eine hohe Zufriedenheit aller, an der Planung und Durchführung beteiligten Parteien festgestellt. „Viel Freude und Spaß war während der Arbeit unser ständiger Begleiter.“, so das einstimmige Resümee der Auszubildenden. Sie bedankten sich herzlich bei der Station und allen Beteiligten, die dieses Projekt mit ihnen durchführten.

„Schade, dass die Woche schon vorbei ist, wir hätten gern länger selbständig eine Station geführt.“, so die Auszubildende Josephine Radtke im Auswertungsgespräch.   

zwei Gesundheits- und Krankenpflegeschülerinnen sind mit ihren beiden Praxisanleiterinnen in einem Dienstzimmer

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