Psychologische Hilfe zu Hause

, Magdeburg/Jerichow

Der Ambulante Psychiatrische Pflegedienst des AWO Fachkrankenhauses Jerichow ist jetzt auch in der Landeshauptstadt Magdeburg unterwegs.

Ambulante Psychiatrische Pflege der AWO in Magdeburg und Umgebung

Eine Frau und drei Männer stehen an einem weißen Auto im Schnee, im Hintergrund ist das Gebäude der Geschäftsstelle des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V.
APP nutzt in Magdeburg ein E-Auto, das in der AWO-Landesgeschäftsstelle im Seepark geladen wird.

Wer eine Depression hat, dem fällt es oft schwer, das Haus selbst für das Notwendigste zu verlassen. Auch Angstpatienten schaffen das manchmal nur mit Überwindung. Nun besteht in Magdeburg und Umgebung die Möglichkeit, in solchen Fällen den Ambulanten Psychiatrischen Pflegedienst (APP) des AWO Fachkrankenhauses Jerichow in Anspruch zu nehmen.

Im Jerichower Land sind Matthias Witt als Leiter der Einrichtung und seine Mitarbeiter schon seit dreieinhalb Jahren aktiv. Nun helfen sie auch Menschen in Magdeburg und im Bördekreis. Drei Mitarbeiter sind in der Landeshauptstadt unterwegs. Das ist ein Novum, denn landesweit gibt es nur fünf ambulante psychiatrische Pflegedienste. Zum Vergleich: In Niedersachsen gebe es ambulante psychiatrische Pflegedienste schon seit Jahren flächendeckend. Das hat wahrscheinlich auch mit der notwendigen Qualifikation zu tun. Denn in Sachsen-Anhalt werden an die Mitarbeiter bundesweit die höchsten Anforderungen
gestellt, berichtet Witt: „Ich finde das aber eigentlich gut. Denn im Alltag hat man mit Fällen zu tun, die eine gute Ausbildung voraussetzen.“

Seine Mitarbeiter sind Fachkrankenschwestern oder -pfleger für Psychiatrie, haben jahrelange Berufserfahrung. Sie helfen bei der Beziehungsarbeit,
beraten zum Medikamentenmanagement, leisten motivierende Gesprächsführung, helfen beispielsweise Angstpatienten beim Training, Psychologische Hilfe zu Hause schaffen für Patienten Netzwerke, die helfen.

Die Leistung kann von einem Facharzt für Psychiatrie oder einem Psychotherapeuten für vier Monate, vom Hausarzt für sechs Wochen verordnet werden. Bei Matthias Witt gleicht kein Tag dem anderen. Jeder ist so unterschiedlich wie die Patienten selbst. Die Arbeit ist für ihn sehr zufriedenstellend. Im Vergleich zur Arbeit in einer Klinik könne er bei der Behandlung zu Hause mehr erreichen, ist sein Eindruck. Es gebe Krankheiten, die einen Klinikaufenthalt unerlässlich machen. Doch wenn Patienten zu Hause behandelt würden, könne das Umfeld besser einbezogen werden. Das helfe den Patienten, Strategien
in ihrem häuslichen Umfeld zu entwickeln.

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