182 Jahre Kindergarten - AWO fordert: Bund muss seine Verantwortung für Qualität in der Frühkindlichen Bildung ernst nehmen

Am 28. Juni 1840 gründete Friedrich Fröbel in der kleinen Stadt Blankenburg in Thüringen den ersten Kindergarten der Welt.

Kindertageseinrichtungen legen den Grundstein für die Welt von morgen

Vor 182 Jahren wurde in Bad Blankenburg (Thüringen) der erste Kindergarten weltweit von Friedrich Fröbel eröffnet. In seinem „Haus über dem Keller“ setzte Fröbel erstmals frühkindliche Bildungskonzepte für Kleinkinder um. Im Mittelpunkt stand damals das Erlernen von Basiskompetenzen und die Stärkung der Erziehungsfähigkeit der Eltern. Heute, fast 200 Jahre später, sind Kindertageseinrichtungen ein unersetzlicher Pfeiler in unserer Gesellschaft. Sie sind Orte der Frühkindlichen Bildung und für Eltern wichtige Ansprechpartner und Begleiter. Im Bereich der gesellschaftlichen Dauerbrenner wie Armutsprävention und Chancengerechtigkeit nehmen Kindertageseinrichtungen eine Schlüsselposition ein.

„Kindertageseinrichtungen legen heute den Grundstein für die Welt von morgen: Für eine demokratische, nachhaltige und vielfältige Gesellschaft, in der sich jedes Kind nach seinen Möglichkeiten entfalten kann. Hier ist der Bund dringend gefordert, finanziell weiter die Qualitätsentwicklung der Kitas mit dem Gute-Kita-Gesetz zu unterstützen. Ein Wegfall der Bundesmittel wird die Bildungs- und Teilhabechancen der Kinder in Sachsen-Anhalt spürbar negativ beeinflussen. Wir schauen gespannt auf die Haushaltsberatungen des Bundes und erwarten für unsere Kinder und Familien, dass der Bund seine Verantwortung wahrnimmt.“ fasst Barbara Höckmann, Vorsitzende des Präsidiums des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt zusammen.

Die Anforderungen an die Frühkindliche Bildung ist in unserer immer komplexer werdenden Gesellschaft in den letzten Jahren stetig gewachsen: Gesundheitsbildung, Kinderschutz, Inklusion, Selbstvertrauen, Medienkompetenz, Demokratie- und Nachhaltigkeitsbildung sind nur einige Aspekte der veränderten Lebenswelten auf die Kindertageseinrichtungen eine Antwort geben müssen.

Auch heute suchen Fachkräfte nach Wegen, Kinder bestmöglich frühkindlich zu bilden und zu fördern, sie zu selbstbestimmten Kindern heranwachsen zu lassen. Dafür die Mittel und Ressourcen zur bereitzustellen, braucht es alle Verantwortungsebenen – die Kommunen, die Länder und den Bund.

Mit dem Gute-Kita-Gesetz hat der Bund diesen Weg des qualitativen Ausbaus 2019 eingeschlagen. Mit dem Gute-Kita-Gesetz wird in Sachsen-Anhalt unter anderem die Kita-Sozialarbeit, Fachberatung für Kitas und Teile der Erzieher*innenausbildung gefördert. Bisher gibt es keine Gewissheit, dass der Bund sich auch über das Jahr 2022 hinaus an der qualitativen Weiterentwicklung der Kindertagesbetreuung und -bildung beteiligen wird.

Zurück

Weitere Beiträge, die Sie interessieren könnten

Hendrik Hahndorf, Vorstandsvorsitzender des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt, bezieht Stellung zur Änderung der Eindämmungsverordnung bezüglich der Maskenpflicht.

Barbara Höckmann, die Vorsitzende des Präsidiums des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt, bezieht klare Stellung zur Einführung des Bürgergeldes.

Die Peter Jensen Stiftung hat eine Spende über 9.500 Euro an die AWO Fachstelle Vera für Betroffene von Zwangsverheiratung und Frauenhandel übergeben.

„Durch’s soziale Netz gefallen? Sozialpolitischer Schieflage konsequent entgegentreten!“ hieß die Armutskonferenz unter der Organisation der AWO am 10. November. Ein landesweites Netzwerk als Lobby für Betroffene von Armut und sozialer Ausgrenzung wurde geknüpft.

Jugendliche lernen am besten von und mit Jugendlichen. Sie brauchen außerhalb von Schule und Elternhaus Freiräume, um sich auszuprobieren, Freunde zu treffen, Konflikte auszustehen, teilzuhaben.

Die länder- und trägerübergreifende DigiSucht-Plattform ermöglicht einen niedrigschwelligen digitalen Zugang zu kostenfreier, anonymer und professioneller Suchtberatung.