AWO fordert mehr Unterstützung und Förderung für Familien

, Magdeburg

Vor knapp 30 Jahren haben die Vereinten Nationen den 15. Mai als Internationalen Tag der Familie ins Leben gerufen.  Die AWO in Sachsen-Anhalt nimmt dieses Datum zum Anlass, die Forderung nach mehr Unterstützung und Förderung für Familien zu bekräftigen.

Positionierung der AWO in Sachsen-Anhalt zur Kinder-, Jugend- und Familienarmut

Dazu gehören unter anderem die unverzügliche Einführung der Kindergrundsicherung sowie die langfristige Sicherung der Kita-Sozialarbeit.

Kindergrundsicherung duldet keinen Aufschub mehr!

Barbara Höckmann, Vorsitzende des Präsidiums der AWO in Sachsen-Anhalt, erklärt dazu: „Familien, das sind ganz unterschiedlichen Verantwortungsgemeinschaften und sie sind geforderter denn je. Familien müssen sozial gerecht und entsprechend ihrer eigenen Leistungsfähigkeit gefördert werden. Eine Kindergrundsicherung, wie sie der Bund auf den Weg bringt, ist hierfür das richtige Mittel.“

Die Lage in den Familien verschärft sich zunehmend. Die Preistreiber Haushaltsenergie, Lebensmittel und Kraftstoff belasten Familien mit Kindern in hohem Maße, insbesondere, wenn diese ein geringes Haushaltseinkommen haben. Immer mehr Kinder und Jugendliche sind auf die Unterstützung der Tafeln angewiesen, die Hartz IV-Regelsätze für Kinder von 0 bis13 Jahren sind zum 1. Januar 2022 um gerade 2 Euro pro Monat gestiegen. Das kann die aktuelle Preissteigerungsrate von etwa 7,4 Prozent nicht ausgleichen. Das Entlastungspaket für Erwerbstätige und Familien ist eine erste Unterstützung der Bundesregierung, es wird die andauernden Notlagen jedoch nicht abwenden können. Auch der Sofortzuschlag in Höhe von 20 Euro für von Armut betroffene Kinder und Jugendliche, der ab 1. Juli dieses Jahres eingeführt wird, ist lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein. Kinder und Jugendliche, die in Familien mit geringen Einkommen leben, haben schon jetzt eine reelle Chance auf Teilhabe verdient. Die Einführung der Kindergrundsicherung duldet keinen Aufschub mehr!

Kita-Sozialarbeit langfristig sichern

Für mehr Chancengerechtigkeit muss Bildungsbenachteiligung so früh wie möglich abgebaut werden. Ein Instrument hierfür ist die Kita-Sozialarbeit. In der Kita-Sozialarbeit unterstützen Fachkräfte Kinder und Familien vor Ort in den Einrichtungen. Sie beraten und begleiten bei Krisensituationen und fördern mit präventiven Angeboten.

Kinder und junge Familien benötigen flächendeckend präventive Hilfestrukturen bei der Bewältigung der gestiegenen Alltagsanforderungen. Kita-Sozialarbeit leistet hier unentbehrliche Unterstützung und bestärken junge Familien in ihren Alltagsherausforderungen. Das Landesjugendwerk der AWO in Sachsen-Anhalt beschäftigt Kita Sozialarbeiterinnen und Kita- Sozialarbeiter in zehn Magdeburger Kitas. Sie werden durch das Kita-Gesetz des Landes sowie über das Gute-Kita-Gesetz des Bundes gefördert. Höckmann führt weiter aus: „Diese Stellen müssen langfristig gefördert werden, denn die Kita-Sozialarbeiter*innen bauen nicht nur Brücken zum regulären Hilfesystem und finden Kooperationen zur Grundschul-Sozialarbeit, sie bauen auch für Familien unverzichtbare Netzwerke.“

 

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