AWO steht geschlossen für Solidarität statt Hass und Hetze! - Gemeinsames Statement zum Bundesparteitag der AfD in Magdeburg

, Magdeburg

Die AWO in Sachsen-Anhalt, der AWO Kreisverband Magdeburg und das Landesjugendwerk der AWO unterstützen den Protest gegen den Bundesparteitag der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in Magdeburg Ende Juli / Anfang August.

Gemeinsam geht es uns verbandsübergreifend darum, der rassistischen und menschenverachtenden Hetze ein breites und deutlich sichtbares Zeichen entgegenzuhalten.

Die Auswirkungen des gesamtgesellschaftlichen Rechtsrucks sind spürbar. Vermehrt kommt es zu Angriffen auf Geflüchtete, jüdische und islamische Gemeinden sowie politisch Andersdenkende. Diese Übergriffe sind nicht zuletzt Folge einer zunehmenden Enttabuisierung und Normalisierung von Ausgrenzung, Hass und Hetze.

„Für uns ist die entscheidende Frage, in welcher Gesellschaft wir leben wollen. Wir stehen für eine Gesellschaft, die alle Menschen achtet und Minderheiten schützt. Die sich dem Prinzip der sozialen Gerechtigkeit verpflichtet fühlt und sich mit Menschen solidarisiert, die Unterstützung benötigen. Eine hetzerische, menschenfeindliche Politik wie die der AfD, die Hass schürt und dafürsteht, dass Toleranz immer mehr an Bedeutung verliert, lehnen wir ab. Wir lehnen es ab, dass Menschen mit Hilfebedarf gegeneinander ausgespielt werden, dass die Errungenschaft unserer demokratischen Gesellschaft ausgehöhlt wird und dass rassistische Autoritäre uns gerne regieren wollen. Wir werden uns deshalb dem politischen Rechtsruck mit Gesicht und Haltung entgegenstellen und unsere Werte mit deutlichem Protest verteidigen.“ so Barbara Höckmann, Vorsitzende des Präsidiums des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt.

„Wir wollen handeln! Wir müssen handeln! Wir sind als AWO Kreisverband Magdeburg Träger von zahlreichen sozialen Einrichtungen mit hauptamtlichen, ehrenamtlichen Mitarbeitenden und Mitgliedern, die sich tagtäglich in ihrer Arbeit für ein sozial gerechtes offenes Miteinander einsetzen. Dabei geht es um Unterstützung und Hilfen unabhängig von ethnischer Herkunft, Nationalität, Religion, Weltanschauung, Behinderung, sexueller Orientierung und Geschlecht. Die AfD will die Gesellschaft in diesen sozialen Fragen spalten. Dem stellen wir uns klar entgegen“, bekräftigt Denise Helbig, stellv. Geschäftsführerin und Leiterin Kinder, Jugend, Familie & Beratung im AWO Kreisverband Magdeburg.

„Das Herz der AWO schlägt auch bei uns im Jugendverband für ein Europa, ein Deutschland und ein Sachsen-Anhalt, das von Vielfalt, Solidarität und sozialer Gerechtigkeit geprägt ist. Als Landesjugendwerk gestalten wir mit 3.800 beteiligten Kindern und Jugendlichen eine fortschrittliche Zukunft mit. Wir zeigen täglich Gesicht gegen Rassismus – bei der demokratischen Selbstorganisation, bei Aktionen und Ferienfreizeiten und im täglichen Umgang miteinander. Es ist für uns von größter Bedeutung, dass die AfD nicht ungestört ihren symbolträchtigen Bundesparteitag in Magdeburg abhalten wird.“ fasst Tom Bruchholz, Geschäftsführer des Landesjugendwerkes der AWO zusammen.

„Gemeinsam demonstrieren wir gegen die hetzerische Politik der AfD und deren menschenverachtendes Programm. Wir wollen eine vielfältige, solidarische und offene Gesellschaft und darin haben Alt- und Neurechte und völkisch-rassistische AFDler keinen Platz.“

#NoAfd: Gemeinsam für Solidarität gegen rechtes Gedankengut, Spaltung und Hetze. Setzen wir ein vielfältiges und gesellschaftlich breites Zeichen, dass die AfD in Magdeburg nicht willkommen ist!

 

Das gemeinsame Statement als Download

Statement Solidarität statt Hass und Hetze (339,6 KiB)

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