AWO zum Weltflüchtlingstag am 20. Juni: Alle Geflüchteten brauchen unsere uneingeschränkte Unterstützung!

, Magdeburg

Unsere Solidarität ist grenzenlos – alle Geflüchteten brauchen unsere uneingeschränkte Unterstützung, ohne Wenn und Aber!

Es darf keine Geflüchteten 1. und 2. Klasse geben!

Der Weltflüchtlingstag erinnert daran, dass sich weltweit unzählige Menschen auf der Flucht befinden. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Krieg, Terror, Verfolgung, Gewalt, Hunger oder die Folgen des Klimawandels zwingen Menschen, ihre Heimat zu verlassen. Dieses Jahr hat die Zahl der geflüchteten Menschen auf der Welt einen neuen traurigen Rekordstand erreicht. Aktuell sind laut UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) mehr als 100 Millionen Menschen zwangsvertrieben.

100 Millionen Menschen - 100 Millionen Einzelschicksale

Der Krieg in der Ukraine führt uns unzählige Schicksale direkt vor Augen. Ende Mai waren laut Schätzungen des UNHCR rund 6,8 Millionen Menschen aus der Ukraine in Folge des Krieges aus dem Land geflohen, mehr als 600.000 Menschen sind nach den offiziellen Zahlen nach Deutschland gekommen. Etwa 24.000 Kriegsflüchtlinge, darunter mindestens 8.600 Kinder wurden in den Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts aufgenommen.

Diese Situation stellt alle, Gesellschaft, Politik und Behörden, vor große Herausforderungen. Es wurde und wird gehandelt. Für die ukrainischen Geflüchteten wurden aufgrund der sogenannten Massenzustrom-Richtlinie der Europäischen Union viele bürokratische Hürde abgebaut. Diese Richtlinie gibt es für den Fall, dass viele Menschen gleichzeitig in der EU Schutz suchen. Durch die Aktivierung dieser 2001 in Kraft getretenen Richtlinie durch die EU Mitgliedsstaaten am 3. März 2022 wird das ansonsten obligatorische Asylverfahren für Geflüchtete der Ukraine quasi "übersprungen". Damit einhergehend wurden viele weitere Verfahren vereinfacht. Der Rechtkreiswechsel vom Asylbewerberleistungsgesetz zum SGB II und SGB XII und damit der Zugang zu weiterreichenden Sozialleistungen wurde schnell vollzogen, Bildungsabschlüsse sollen einfacher anerkannt werden. Das alles ist uneingeschränkt zu begrüßen. An der aktuellen Situation kann man erkennen, dass der politische und gesellschaftliche Wille, Aufnahmebedingungen für Geflüchtete im Sinne einer gelingenden Integration zu verbessern, da ist. Dieser Weg kann als Vorbild dienen und muss unbedingt weiter beschritten werden.

„Wir erleben auf allen Ebenen eine enorme Solidarität mit den ukrainischen Geflüchteten“, so Barbara Höckmann, Vorsitzende des Präsidiums des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt. „In kürzester Zeit waren und sind sehr viele Menschen gezwungen zu fliehen. Die Verfahrenserleichterungen, die aufgrund der Massenzustrom-Richtlinie möglich wurden, sind zu begrüßen. Es darf jedoch keine Geflüchteten 1. und 2. Klasse geben. Wir müssen uns dafür einsetzen, dass die Voraussetzungen für eine gelingende Integration allen Geflüchteten umfänglich und unbürokratisch offenstehen. Das betrifft viele Bereiche wie beispielsweise den Zugang zu Sprachkursen, zur Kinderbetreuung und zum Schulsystem, zum Arbeitsmarkt oder zur Gesundheitsversorgung. Und dazu gehören schnellere Verfahrenswege, der Abbau bürokratischer Hürden sowie eine geeinte solidarische Haltung gegenüber allen Menschen, die gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen."

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