Beratungsstelle Magdalena solidarisiert sich mit Forderungen des CSD

, Magdeburg

Am 14. August wird unter dem Motto „Ein flotter Dreier für's Grundgesetz“ das 10-jährige Jubiläum des CSD Magdeburg e. V. gefeiert.

Unter dem Motto „Ein flotter Dreier für’s Grundgesetz“ wird das 10-Jährige Jubiläum des CSD Magdeburg e.V. am 14.08.2021 gefeiert. Das Motto weist auf den Artikel 3 des Grundgesetzes hin. Denn auch die sexuelle Identität darf kein Grund für Diskriminierung sein. Zuletzt forderte der CSD Magdeburg e. V. diese Gesetzesänderung anlässlich der Bundestagswahl im Jahr 2017. Vier Jahre später ist der Artikel immer noch nicht geändert, sodass mit dem Christopher Street Day 2021 erneut darauf aufmerksam gemacht und diese Forderung an den künftigen Bundestag informiert wird.

Auf Landesebene hat diese Änderung in einigen Bundesländern bereits stattgefunden – unter anderem auch in Sachsen-Anhalt. Der Gleichstellungsartikel der Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt lautet seit dem Februar 2020:

„Niemand darf aus Gründen des Geschlechts, der sexuellen Identität, der Abstammung oder wegen seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens oder seiner religiösen oder politischen Anschauungen oder aus rassistischen Gründen benachteiligt oder bevorzugt werden (Art. 7, Abs. 3).“

Die Koalitionsparteien CDU, SPD und Bündnis 90 DIE GRÜNE halten damit in vorbildlichster Art und Weise ihr Koalitionsversprechen von 2016 und fördern die Gleichstellung der LSBTTIQ* Community.

Der CSD Magdeburg e.V. fordert neben der Ergänzung des Gleichstellungsartikels im Grundgesetz:

  • die Reformierung des Transsexuellengesetzes (TSG)
  • Änderungen im Abstammungsrecht
  • Änderungen bei medizinischen Eingriffen an intersexuellen Kindern und
  • Anpassungen in den Entscheidungsverfahren bei asylsuchenden queeren Personen.

Durch die Corona-Pandemie wird oftmals deutlich, dass eine Spaltung der Gesellschaft geschehen ist, die durch einen Rechtsruck beinah spürbar ist. Eine steigende Anzahl von Gewalttaten gegen die LSBTTIQ* Community ist bemerkbar.

Mit der eigenen Sexualität wird jeder* Mensch geboren und diese ist nicht auf Knopfdruck wechselbar. Die „Ehe für Alle“ und die Änderung des Personenstandsgesetzes sind großartige Erfolge, die die queere Community schon erreicht hat.

Unermüdlich werden auch die Mitarbeiter*innen der AWO Beratungsstelle Magdalena sich für Respekt, Vielfalt und Toleranz der queeren Community einsetzen. Die AWO Beratungsstelle Magdalena bietet kostenlose und anonyme Beratungen für Sexarbeiter*innen. Das Beratungsangebot gilt für alle Menschen, die freiwillig in der Sexarbeit tätig sind – auch und vor allem für queere Menschen.

Zur Geschichte des Christopher Street Day

In den 1960er Jahren führte die New Yorker Polizei regelmäßig Razzien in einschlägigen Schwulenbars durch – und diese liefen meist nicht gewaltfrei ab. Alleine die Anwesenheit in einer Bar mit angeblich homosexuellem Publikum genügte schon, um angeklagt oder öffentlich bloßgestellt zu werden.

Die Polizisten gingen dabei nicht nur gegen Schwule und Lesben vor, sondern auch gegen transsexuelle Menschen, das heißt gegen Menschen, die im falschen Körper geboren wurden.

In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 stießen die New Yorker Beamten bei ihrer Arbeit jedoch plötzlich auf vehementen Widerstand. Ziel war an diesem Abend das "Stonewall Inn", eine Schwulenbar in der Christopher Street, Ecke 7th Avenue in Greenwich Village. Die Gäste lehnten sich gewaltsam gegen die Beleidigungen und willkürlichen Diskriminierungen auf.

Schlagartig entwickelte sich in den nächsten Tagen eine Solidarität unter den Schwulen und Lesben in Greenwich Village und die Aufstände gingen einige Tage lang weiter. Es entstand eine neue Bewegung der Emanzipation, sodass sich Ende Juli in New York die "Gay Liberation Front" bildete, die erstmals in der Öffentlichkeit für die Toleranz gegenüber Homosexuellen kämpfte.

Seit der Straßenschlacht mit der Polizei wird in New York jährlich am letzten Samstag im Juli ein Straßenumzug in Gedenken an den Stonewall-Aufstand veranstaltet. Das Fest auf der Straße ist bis heute das Vorbild für alle anderen Christopher Street Days (CSDs).

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