AWO Beratungsstelle Magdalena zeigte Solidarität am Welthurentag

, Schönebeck

Zum internationalen Hurentages verteilt die AWO Beratungsstelle Magdalena Aktionstüten an Klient*innen.

Beratungsstelle Magdalena zeigte Solidarität am Welthurentag

Die Beratungsstelle Magdalena setzt sich für die Rechte von Sexarbeiter*innen ein und begleitet Sexarbeiter*innen, in Wertschätzung und Akzeptanz, auf dem Weg für dauerhaft gute Arbeits- und Lebensbedingungen.

Anlässlich dieses offiziellen Gedenktages, der an die Diskriminierung, Stigmatisierung, Ausbeutung und Entmündigung von Sexarbeiter*innen erinnert, haben wir uns eine Aktion überlegt, die eine bestärkende Message beinhalten soll. Sodann wurden von uns 150 Papiertüten gepackt, die neben unseren Kontaktdaten und Beratungsangeboten auch einen Glückskeks - mit genau einer solchen Message – verpackt und in der aufsuchenden Arbeit verteilt.

Im Resümee können wir euch von diesem Tag berichten, dass die angetroffenen Sexarbeiter*innen freundlich und aufgeschlossen auf unsere Aktion reagiert haben. Viele Sexarbeiter*innen waren noch nicht über diesen besonderen Gedenktag und dessen Hintergründe informiert. Uns hat es wirklich große Freude bereitet, dass wir mit dieser Aktion die Bedeutung des offiziellen Gedenktages näherbringen und somit unsere Solidarität ausdrücken konnten.

Entstehung des Gedenktages

Anfang des Jahres 1970 setzten französische Strafverfolgungsbehörden Sexarbeiter*innen zunehmend unter Druck. Sie wurden gezwungen, überwiegend im Verborgenen zu arbeiten. Dies wiederum hatte zur Auswirkung, dass deren Schutz z.B. durch die allgemeine Öffentlichkeit entfiel. Vermehrte Gewalttaten gegen Sexarbeiterinnen waren hiernach die tragische Konsequenz. Um in dieser unannehmbaren Situation Präsenz zu zeigen, besetzten Sexarbeiterinnen in Lyon (Frankreich) eine örtliche Kirche in Saint-Nizier und traten dort in den Streik.

Durch die Polizei wurde dieser nach acht Tagen beendet. Dieses Ereignis wird nunmehr als Ausgangspunkt der Hurenbewegung angesehen und soll an die Diskriminierung von Sexarbeiter*innen und deren oftmals ausbeuterische Lebens- und Arbeitsbedingungen erinnern.

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