Care Table? Was ist das denn für ein Ding?

, Magdeburg

Von Aken bis Zerbst: Ein digitaler Aktivitätstisch für die Pflege findet bei unseren Bewohner*innen in den AWO Seniorenzentren großen Anklang.

... ein ganz tolles Ding und eine große Bereicherung

Der Care Table ist ein digitaler Aktivitätstisch für die Pflege. Er steht für eine neue Form der Betreuung unserer Bewohner*innen und Tagespflegegäste. Mit ihm sorgen wir für mehr Unterhaltung und soziale Interaktion in unseren Einrichtungen. Der Care Table hat einen großen Touchdisplay, der in einen eleganten Tisch eingelassen ist. Die Bedienung des Displays ist genau auf die Bedürfnisse älterer Benutzer ausgelegt und kann ohne Schwierigkeiten von den Bewohnern aktiv genutzt werden. Sowohl in der Gruppe, als auch für Einzelangebote am Bett bietet er viel Abwechslung.

Und was kann man denn nun alles mit dem Care Table machen?

Gemeinsamer Spielspaß
Von Klassikern wie Bingo, Dame und Mensch Ärger Dich Nicht bis hin zu völlig neuen Spielerfahrungen wie eine interaktive Fröschejagd oder das Schnibbeln eines Obstsalates – der Care Table bietet eine Vielzahl kurzweiliger Spiele. Alle Inhalte lassen sich dabei seniorenleicht bedienen und variieren in ihrem Schwierigkeitsgrad.
News aus der Region und International
Auf dem großen Bildschirm des Care Table lassen sich auch Neuigkeiten aus der Region, Deutschland oder der ganzen Welt hervorragend lesen.
Über verschiedene Apps können Sie z.B. die Tagesschau, das Wetter oder eine Lokalzeitung Ihrer Wahl einsehen und sich informieren.
Übungen & Training
Auch die grauen Zellen kommen beim Care Table nicht zu kurz. Ob Kopfrechnen, Tiergeräusche erkennen, Memory oder Muster nachzeichnen – das Trainings- & Übungsangebot ist vielfältig und bietet für jeden das Passende.

Haus am Frauentor, AWO Seniorenzentrum Zerbst: Frau Rockahr vom Begleitenden Dienst erläutert einigen Bewohner* innen die Funktionsweise des Care Table.

„Das ist mal was ganz anderes, sowas gab es zu unserer Zeit nicht, aber das ist Klasse“.

Beispiel AWO Seniorenzentrum Naumburg, Friedensstraße. Einrichtungsleiterin Claudia Großer erzählt: "Das Interesse an dem „neumodischen Kram“ wuchs schnell, als die ersten Möglichkeiten erkundet wurden. Das Surfen, die Zeitungsschau, welche es jetzt deutlich mehr und auch sehbeeinträchtigten Bewohner*innen Möglichkeiten bietet, selbst und sich gegenseitig einzelne Artikel vorzulesen. Vor allem die Spielmöglichkeiten, wie „Frösche fangen, Mensch ärgere dich nicht“, das begeisterte die Bewohner*innen direkt. Neben diesen Aktivitätsmöglichkeiten, welche das Geschick und die körperliche Beweglichkeit fördern, sind auch Gedächtnisförderungen wie die „Zeitreise“ mit dazugehörigen Videosequenzen von den Bewohner*innen freudig genutzte Angebote."

Der neue Spieltisch begeistert auch in Magdeburg

Beispiel Hilde-Ollenhauer-Haus AWO Seniorenzentrum Reform. Einrichtungsleiterin Antje Koeppe freut sich: "Nach langersehntem Warten ist nun auch im Hilde-Ollenhauer-Haus AWO Seniorenzentrum Reform Magdeburg der neue Care Table eingekehrt. Bereits im vergangenen Herbst konnten die Bewohner*innen den digitalen Tisch testen und waren voller Begeisterung, als er am 23.07. nun endlich aufgebaut wurde.
Der Care Table wird durch die Betreuungskräfte vor Ort insbesondere als Wissens- und Spieltisch genutzt. Der Bildschirm wird per Berührung bedient und die Bewohner*innen lernen somit interaktiv die neuen digitalen Medien kennen. Da der Tisch leicht und einfach zu transportieren ist, kann er in jedes Zimmer mitgenommen werden und ist so auch sehr gut für Bewohner*innen geeignet, die aufgrund ihres Gesundheitszustandes das Zimmer bzw. das Bett nicht verlassen können. Er bietet eine Vielzahl von Spielen, Aktivitäten und sogar die aktuelle Tageszeitung kann durchgeblättert werden. Des Öfteren treten auch die Bewohner*innen oder Tagesgäste gegen das Pflegepersonal im Städte-Quiz an, welches mit zu den beliebtesten Spielen im Hilde-Ollenhauer-Haus gehört."

Auch am anderen Ende von Magdeburg, im Hermann-Beims-Haus AWO Seniorenzentrum Kannenstieg, lieben die Bewohner*innen ihren schlauen Spieletisch. "Eine schöne Erfindung“, "Was es alles gibt“, "Schön, dass wir so etwas nutzen dürfen“, so die begeisterten Kommentare der Senior*innen. Einrichtungsleiterin Dagmar Schröter freut sich, dass "das Gerät" begeistert angenommen und genutzt wird. Der eine hört gern Musik aus alten Zeiten, der nächste schaut sich in der Region oder in seiner alten Heimat um. Sehr viele Bewohner*innen nutzen auch  die Gelegenheit, auf dem digitalen Aktivitätstisch Gesellschaftsspiele zu spielen.

Eine lohnende Investition

"Wenn eine Bewohnerin zu dir kommt und völlig euphorisch mit einem großen Lächeln im Gesicht erzählt, was sie gestern für riesen Spaß mit „dem“ Tisch hatte und man auf Nachfrage die Antwort bekommt, dass sie stundenlang mit einer Mitbewohnerin Memory gespielt hat, dann hat sich doch die Investition mehr als gelohnt.", freut sich auch Brita Winzler, Einrichtungsleiterin in den AWO Seniorenzentren Aken und Dessau. Der Tisch wurde speziell im Hinblick auf die Bedürfnisse der Senioren entwickelt. Die Bewohner*innen sind begeistert von den unterschiedlichen Betreuungsangeboten. Vom Lesen der Tageszeitung, Abspielen der Nachrichten bis hin zu verschiedenen Übungen für die kognitiven und motorischen Fähigkeiten oder digitalen Brettspielen – es wird alles mit Begeisterung und Freude genutzt.

Zurück

Weitere Beiträge, die Sie interessieren könnten

Familien sind die Leidtragenden der Corona Pandemie. Im neuen Krisenstab der Bundesregierung sind sie nicht vertreten.

Am 1. Dezember 2021 feierten die AWO Natur-Kitas Börderübchen und Schrotewichtel ihren 20. Geburtstag.

Es braucht jetzt schnelle Lösungsansätze. Offener Brief der AWO an Bildungsministerin Feußner: Bildungsteilhabe und Gesundheitsschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden!

Die Gratwanderung zwischen sozialer und Bildungsteilhabe einerseits und konsequentem Gesundheitsschutz für Schüler*innen und ihre Familien andererseits muss sensibel und zugleich effektiv beschritten werden.

Die AWO in Sachsen-Anhalt appelliert: Der Schutz der von uns in unseren sozialen Einrichtungen und Diensten betreuten Menschen hat für uns immer oberste Priorität. Alle, bei denen gesundheitsbedingte Gründe nicht dagegensprechen, sollten sich deshalb impfen lassen.

Praxisgespräch zur Neufassung der „Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik – Richtlinie“ (PPP-RL) im AWO Fachkrankenhaus Jerichow