Migrationsfachdienste in Magdeburg gefährdet!

, Magdeburg

Verbändeübergreifende Aktion am 16. September auf dem Alten Markt in Magdeburg

Aktionstag Migrationsfachdienste am 16. September in Magdeburg

Eine international wettbewerbsfähige Stadt braucht eine qualifizierte, verlässliche und dauerhafte Beratungsstruktur: ein Ziel – drei Forderungen!

Die Migrationsfachdienste richten drei zentrale Forderungen an die Stadt Magdeburg, um ein stabiles und belastbares Beratungsstellen-Netzwerk zu erhalten, das die Integration von Zugewanderten kompetent unterstützt, den Wirtschaftsstandort Magdeburg voranbringt und für sozialen Frieden sorgt.

  1. Klares Bekenntnis zur unverzichtbaren Arbeit der Migrationsberatungsstellen für die Integration, den Zusammenhalt und den Wirtschaftsstandort Magdeburg
  2. Unterstützung beim Aufbau und der Pflege kommunaler Netzwerke von Regeldiensten, Migrationsberatungsstellen, Unternehmerverbänden und sozialen Einrichtungen
  3. Prüfung von kommunalen Ko-Finanzierungsmöglichkeiten für eine faire und kostendeckende Finanzierung der Migrationsberatung

Magdeburg wird zunehmend internationaler. Gleichzeitig müssen die lokalen Beratungsdienste für Zugewanderte verlässlich finanziert sein!

Um auf die Problematik aufmerksam zu machen, haben die Migrationsberatungsstellen aus Magdeburg einen verbändeübergreifenden Aktionstag am 16.09.2024 von 14.00 – 17.00 Uhr durchgeführt. Der Alte Markt wurde dabei Schauplatz einer bunten Aktion, in der die Themenvielfalt der Beratungsstellen symbolisch dargestellt und mit Ö-Tönen von Kliennt*innen unterstrichen wurde.

„Als ich mich ganz allein und hilflos gefühlt habe. Waren sie (die Beratungsstellen) die Einzigen die mir Hoffnung gegeben haben“ Maryam P. (Name anonymisiert).

„Wenn ich Probleme habe, sind sie für mich da und das bedeutet sehr viel für uns, weil ich hier ohne meine Familie bin.“ Hibo A. (Name anonymisiert)

„Sie sind die einzige, die mir Kraft und Motivation gegeben haben, das zu erreichen, was ich jetzt habe. Ich werde dankbar sein, für immer.“ Khaled T. (Name anonymisiert)

Die Aktion vermittelte einen eindrucksvollen Einblick in die unverzichtbare Tätigkeit der Migrationsfachdienste. In der Landeshauptstadt Magdeburg gibt es aktuell sechs Migrationsberatungsstellen für jugendliche und erwachsene Zugewanderte. Finanziert werden diese Beratungseinrichtungen aus Mitteln des Bundes und Eigenmitteln der Träger. Doch jedes Jahr müssen die Beratungsstellen aufs Neue um ihre Finanzierung kämpfen. Dabei reichen die Mittel schon jetzt nicht aus, die stets steigenden Kosten zu decken.

Zurück

Weitere Beiträge, die Sie interessieren könnten

Zum Auftakt der Aktionswoche "Eine Stadt für alle" am 16. Januar 2025 lädt der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. gemeinsam mit der Zweiheimisch-Bibliothek des ICATAT-Instituts zu Lesung & Buchgespräch in die Stadtbibliothek Magdeburg ein.

In diesen herausfordernden Zeiten ist es wichtiger denn je, ein deutliches Signal gegen Rechtsextremismus zu setzen.

Der Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt hat uns tief erschüttert. Jetzt ist es entscheidend, dass wir als Gesellschaft zusammenstehen und uns nicht von Angst oder Hass leiten lassen.

Körperliche Übergriffe, Stalking, sexualisierte Gewalt: Am 17.12. macht der jährliche Internationale Tag zur Beendigung von Gewalt an Sexarbeiter*innen auf die vielen Formen von Gewalt aufmerksam, denen Sexarbeitende ausgesetzt sind.

Am 13. Dezember 1919 gegründet, setzt sich die AWO seit 105 Jahren unermüdlich für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein.

Am 10. Dezember findet in Magdeburg ein Protestmarsch gegen den Sozialabbau in der Behindertenhilfe in Sachsen-Anhalt statt.