Tag des Gedenkens an die Opfer des National­sozialismus am 27. Januar

, Magdeburg

Am 27. Januar gedenken wir in der Bundesrepublik zum 25. Mal der Opfer des National­sozialismus.

Der Tag erinnert an die Verbrechen der NS-Herrschaft und die Befreiung des nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz vor 76 Jahren, in dem mehr als eine Million Juden ermordet wurden. Auch außerhalb von Konzentrationslagern starben Millionen von Jüdinnen und Juden durch Massenerschießungen und anderen Gewalttaten. Die Generation, die diese Ereignisse miterleben musste, mahnt und erinnert, dass solch Ereignis nie wieder geschehen darf.

Jedoch zeigt sich Antisemitismus in den vergangenen zwei Jahren in Deutschland, auch in Sachsen-Anhalt, mehrfach in Form von Gewalttaten. Insbesondere der Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019, am Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, bestätigt dies und verdeutlicht, dass Antisemitismus gegenwärtig ist.

Oftmals zeigen Betroffene von Gewalttaten selten diese bei der Polizei an. Mögliche Gründe hierfür sind: es gab keine Veränderung; hohe Bürokratie und Zeitaufwand. Diese Befunde unterstreichen die Notwendigkeit eines bundesweit aktiven Melde- und Unterstützungsnetzwerks für Betroffene antisemitischer Vorfälle. (Quellen: Landesprogramm für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus; RIAS - Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus e.V.). 

Daher begrüßt die AWO die Verabschiedung des Landesprogramms für jüdisches Leben in Sachsen-Anhalt und gegen Antisemitismus, in dem unter anderem die Errichtung einer RIAS Meldestelle verankert ist, die ihre Arbeit in Halle ab Januar 2021 in Trägerschaft der Diakonie-Mitteldeutschland aufnimmt.

Hass, Hetze, rassistische Übergriffe jeglicher Art lehnt die AWO in Sachsen-Anhalt  ab und setzt sich seit über 100 Jahren für Solidarität, Gerechtigkeit, Gleichheit, Toleranz und Freiheit in all ihrem Tun und Handeln mit ehrenamtlichem Engagement sowie in ihren Einrichtungen und Diensten ein.

Antisemitismus zeigt sich als ein ganzheitliches antidemokratisches Problem, daher müssen Präventionsmaßnahmen breit gefächert aufgestellt sein. Es ist notwendig, dass das jüdische Leben in allen Bildungseinrichtungen angemessen vermittelt und in seiner Vielfalt und Diversität dargestellt wird. Lehrkräfte, Mitarbeiter*innen in Behörden und Sicherheitsorganen müssen vermehrt zum Thema geschult und sensibilisiert werden. Medienkompetenzen müssen gestärkt werden, um dem Hass im Netz entgegenzuwirken. Opferberatungsstellen, Jugendbildungsangebote und Träger, die entsprechende Projekte zur Demokratiebildung realisieren, müssen verstärkt finanziert und dauerhaft abgesichert sein.

Stilles Erinnern an Holocaust-Gedenktag in Jerichow

Für das AWO Fachkrankenhaus Jerichow ist die Erinnerung an die Opfer von Euthanasie und Eugenik eine wichtige Tradition geworden. Wegen des aktuellen Besuchs­verbotes wird die Kranz­niederlegung als ein stilles Gedenken veranstaltet.

» Zum Artikel: Stilles Erinnern an Holocaust-Gedenktag in Jerichow

Zurück

Weitere Beiträge, die Sie interessieren könnten

Es braucht jetzt schnelle Lösungsansätze. Offener Brief der AWO an Bildungsministerin Feußner: Bildungsteilhabe und Gesundheitsschutz dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden!

Die Gratwanderung zwischen sozialer und Bildungsteilhabe einerseits und konsequentem Gesundheitsschutz für Schüler*innen und ihre Familien andererseits muss sensibel und zugleich effektiv beschritten werden.

Die AWO in Sachsen-Anhalt appelliert: Der Schutz der von uns in unseren sozialen Einrichtungen und Diensten betreuten Menschen hat für uns immer oberste Priorität. Alle, bei denen gesundheitsbedingte Gründe nicht dagegensprechen, sollten sich deshalb impfen lassen.

Praxisgespräch zur Neufassung der „Personalausstattung Psychiatrie und Psychosomatik – Richtlinie“ (PPP-RL) im AWO Fachkrankenhaus Jerichow

Herbstzeit heißt auch Gespensterzeit. Die Kinder aus unseren AWO Natur-Kitas Niederndodeleben dekorierten also die gesamte Kita – und das gespenstisch gut!

Die freie Entscheidung über die eigene Familienplanung ist für uns elementarer Bestandteil eines selbstbestimmten Lebens.

An error occurred

An error occurred

What's the matter?

An error occurred while executing this script. Something does not work properly.

How can I fix the issue?

Open the current log file in the var/logs directory and find the associated error message (usually the last one).

Tell me more, please

The script execution stopped, because something does not work properly. The actual error message is hidden by this notice for security reasons and can be found in the current log file (see above). If you do not understand the error message or do not know how to fix the problem, search the Contao FAQs or visit the Contao support page.