Veranstaltungen und Termine

Fachveranstaltung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Handel und Ausbeutung

11.06.2019–12.06.2019, Magdeburg, AWO Landesgeschäftsstelle Seepark 7

Die Fachstelle Vera – gegen Frauenhandel, Zwangsverheiratung und ehrbezogene Gewalt des AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. sowie die Arbeitsgemeinschaft ECPAT Deutschland e.V. laden zu einer 2-tägigen Fachveranstaltung zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Handel und Ausbeutung am 11. und 12. Juni 2019 in die Landesgeschäftsstelle des AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. nach Magdeburg ein.

 

Das Erkennen betroffener Minderjähriger und ein adäquates Handeln zum Schutz und zur Unterstützung der Opfer stellt alle Beteiligten wie Jugend- und Sozialbehörden, Beratungsstellen, Polizei, Justiz, Vormünder, Asyl- und Ausländerbehörden, Clearingstellen, Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen sowie weitere Berufsgruppen vor große Herausforderungen. Die Veranstaltung richtet sich somit an alle lokalen und regionalen Akteure, die mit potentiellen und tatsächlichen minderjährigen Opfern von Ausbeutung und Handel zu tun haben.

Die multiprofessionelle Fachveranstaltung führt in die Thematik von Handel mit und Ausbeutung von Kindern und jungen Erwachsenen ein, vermittelt Wissen zu internationalen und nationalen rechtlichen Vorgaben und unterstützt die Teilnehmenden dabei, mutmaßliche minderjährige Betroffene von Menschenhandel zu erkennen. Der Workshop bietet eine Plattform, sich mit unterschiedlichen Fachpersonen auszutauschen und Netzwerke zu bilden. Es wird gezeigt, wie mit Hilfe des neuen Bundeskooperationskonzeptes „Schutz und Hilfen bei Handel mit und Ausbeutung von Kindern“ des Bundesfamilienministeriums der Aufbau interdisziplinärer Kinderschutz-Strukturen gewährleistet werden kann. Durch Fachinformationen und passgenaue regionale Netzwerkbildung erlangen die Teilnehmenden Handlungssicherheit im Berufsalltag und können somit die Hilfe für die Betroffenen verbessern.

Handel mit und Ausbeutung von Kindern ist ein dynamisches, facettenreiches Verbrechen. Innerhalb der bekannten Erscheinungsformen von Menschenhandel zum Nachteil von Minderjährigen wie Adoptionshandel, Ausbeutung durch Arbeit oder Prostitution sowie Zwang zum Betteln und zu kriminellen Tätigkeiten (Drogenhandel, Diebstahl) nimmt das Internet und die digitalen Medien eine immer größere Bedeutung ein.

Auch (un-)begleitete minderjährigen Geflüchtete zählen zunehmend zu den Risikogruppen und werden vermehrt Opfer von sexueller Ausbeutung und Menschenhandel. Ziel ist es, diese Risikogruppen zu erkennen und adäquat unterstützen zu können. Um dies zu erreichen, bedarf es eine länderübergreifende Zusammenarbeit zwischen Behörden, Institutionen und Fachstellen, welche wir weiterhin anstreben und verbessern möchten.

Die Veranstaltung wird durch qualifizierte Referentinnen geleitet, praxisnah durchgeführt und durch externe Fachbeiträge ergänzt.

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