AWO Fachstelle Vera über Victim-Blaming

, Magdeburg

Die AWO Fachstelle Vera fordert einen sensiblen Umgang sowie adäquate Formulierungen in der öffentlichen Diskussion und Berichterstattung über Zwangsprostitution.

Betroffene von Zwangsprostitution werden oftmals in ihren Herkunftsländern unter falschen Versprechungen, z. B. für Tätigkeiten im Hotelgewerbe, angeworben und dann in Deutschland angekommen, gegen ihren Willen in die Prostitution gezwungen. In diesem Zusammenhang sind immer wieder Sätze wie diese zu hören: „Sie hätte ja nicht herkommen brauchen.“ „Warum fällt sie denn auf so einen Trick rein?“ oder „Warum hat sie das denn so lange mitgemacht und sich nicht gleich Hilfe gesucht?“
 
Aussagen wie diese geben der Betroffenen die Verantwortung für die Ausbeutung und sexualisierte Gewalt, die sie ertragen müssen und lenken die eigentliche Schuld der Täter*innen auf die Betroffenen. Dieser Mechanismus wird als Täter-Opfer-Umkehr oder Victim-Blaming bezeichnet. Die AWO Fachstelle Vera: Gegen Frauenhandel und Zwangsverheiratung fordert einen sensiblen Umgang sowie adäquate Formulierungen in der öffentlichen Diskussion und Berichterstattung über dieses Thema, denn die Betroffenen tragen keinerlei Schuld an dem perfiden Vorgehen der Täter*innen.

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