Außerordentliche Wirtschaftshilfe: Überbrückungshilfen ab 25.11.2020 erreichbar

, Magdeburg

Ab dem 25.11.2020 ist die Außerordentliche Wirtschaftshilfe der Bundesregierung zu beantragen. Darauf haben sich Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium geeinigt.

Die sogenannte Überbrückungshilfe III richtet sich an Betriebe, Vereine und (Solo-)Selbstständige, die von den temporären Schließungen aufgrund der Einschränkungen im Rahmen der aktuellen Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt betroffen sind. Damit das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt, werden vorerst Abschlagszahlungen ab Ende November erfolgen - später greifen reguläre Hilfen.

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle Magdalena – Mobile Beratung für Sexarbeiter*innen unterstützen gern bei der Beantragung von Überbrückungshilfen und Notfallgeldern.

Details zur Überbrückungshilfe III

  • Soloselbständige erhalten unter bestimmten Voraussetzungen eine Abschlagszahlung von bis zu 5.000 Euro. Es gibt keinen pauschalen „Unternehmer*innenlohn“, der ausgezahlt wird, sondern mit der Überbrückungshilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließungen in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt. Für die, die im November letzten Jahres keinen Umsatz gemacht haben, wird der Durchschnitt des letzten Jahres genommen. 
  • Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt ab 25.11.2020 elektronisch über die Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Soloselbständige, die weniger als 5.000 Euro beantragen, sind direkt antragsberechtigt, ansonsten nur durch eine*n Steuerberater*in. Als Voraussetzung hierfür wird ein ELSTER-Zertifikat benötigt. Wer dies nicht hat, muss ein Benutzerkonto für ELSTER inkl. Zertifikatsdatei über das ELSTER-Portal erstellen. Dies ist direkt über das Elster-Portal möglich. Man benötigt also eine Steuernummer und die fertige Steuererklärung für 2019 bzw. die Aufzeichnungen über die Einnahmen und Ausgaben im Jahr 2020. 
  • Nach dem Ablauf des Förderzeitraumes müssen begünstigte Personen oder Institutionen unaufgefordert eine Endabrechnung einreichen. 
  • Ab 1. Januar 2021 wird es eine Neustarthilfe für Soloselbständige geben: Menschen, die ihr Einkommen zu mindestens 51 % aus der selbstständigen Tätigkeit erzielt haben, können unter verschiedenen Voraussetzungen diese einmalige Betriebspauschale beantragen.

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