Spenden für Sexarbeiter*innen in besonderen Notlagen

Magdeburg,

Die AWO Beratungsstelle Magdalena berät Sexarbeiter*innen, die vielfältig von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen sind. Aktuell ist eine finanzielle Hilfe sinnvoll: Magdalena sammelt Spenden.

 

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind für alle Sexarbeiter*innen besorgniserregend und folgenschwer. Seit dem Inkrafttreten der 1. Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 waren seit fast über einem Jahr alle Prostitutionsstätten für den Publikumsverkehr zu schließen und Prostitutionsveranstaltungen untersagt.

Sexarbeiter*innen berichten von Existenznot und fehlenden Unterstützungsmöglichkeiten: sie verloren während der Pandemie ihr komplettes Einkommen - bei gleichbleibenden Ausgaben, wie Mieten, Lebenshaltungskosten, Versicherungen, Verträge etc. In einigen Fällen leben Sexarbeiter*innen in sehr unsicheren und prekären Situationen aufgrund von steuer-, melde- oder aufenthaltsrechtlicher Hürden. Beispielsweise haben einige Sexarbeiter*innen Angst ihre Ansprüche auf Sozialleistungen nach dem SGB II geltend zu machen, da sie sich bisher keine Krankenversicherung leisten konnten und vor hohen Schulden stehen würden, sollten sie sich nachträglich anmelden.

„Manche Sexarbeiter*innen, die wir im Rahmen unserer Beratung zum Beispiel zu Fragen der Gesundheitsversorgung oder den möglichen Überbrückungs- und Sozialleistungen begleiten, stehen buchstäblich vor dem Nichts. Eine unbürokratische Unterstützung für Lebensmittel, Hygieneartikel, Reisekosten, Bewerbungskosten oder anwaltliche Hilfen sind in solchen Momenten eine große Erleichterung“, erläutert eine Mitarbeiterin der Beratungsstelle.

Die AWO Beratungsstelle Magdalena unterstützt Sexarbeiter*innen in diesen kritischen Zeiten, berät zur Möglichkeiten der sozialen Sicherung, Krankenleistungen sowie Wirtschafts- und Überbrückungshilfen, und begleitet Sexarbeiter*innen bei der Veränderung eigener Lebensperspektiven, wie etwa der beruflichen Neuorientierung.

Spenden werden dafür gern entgegengenommen.

Bank für Sozialwirtschaft
Konto 64 170 00
BLZ 810 205 00
IBAN DE14810205000006417000
BIC    BFSWDE33MAG

Verwendungszweck: Sexarbeiter*innen in besonderen Notlagen

Oder nehmen Sie dazu gern Kontakt mit den Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle auf: per E-Mail oder telefonisch unter 0391 99977 860.

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