Präventionsprojekt Loverboys

Informationsmaterial der Beratungsstelle Magdalena liegt auf einem Tisch

Der Begriff „Loverboy“ klingt im ersten Moment harmlos. Er steht jedoch für junge Männer, die gezielt nach meist minderjährigen Mädchen suchen, sie manipulieren und sexuell ausbeuten.
Die Kontaktaufnahme erfolgt häufig über soziale Netzwerke oder vor Schulen und Jugendclubs.
Die Männer gewinnen die jungen Mädchen durch Komplimente, versprechen ihnen die große Liebe und machen häufig teure, dem Alter unangemessene Geschenke.

Seit Oktober 2018 wird das Präventionsprojekt zum Thema Selbstbestimmung und „Loverboys“ an Schulen in Sachsen-Anhalt durchgeführt. Es besteht ein großes Interesse an der Durchführung des Projektes, die Termine für 2018 waren schnell ausgebucht. Für 2019 besteht bereits eine Warteliste.

Aus Kapazitätsgründen kann das Projekt im Moment nicht mehr angeboten werden (Stand März 2019).

Vorgehensweise: Abstimmung mit jeder Schule vorab

Das Projekt kann auf jede Schulform zugeschnitten werden und individuelle Wünsche seitens der Schulen bei der Umsetzung werden gern einbezogen. Bis jetzt waren wir erfolgreich an Sekundarschulen, Förderschulen mit verschiedenen Schwerpunkten und auch an Gymnasien. Durch die Vielfalt an Schüler*innen und ihren Ideen ist keine Projektdurchführung wie die Andere. Die Neugier seitens der Schüler*innen ist sehr groß und so kann oftmals ein spannender Dialog entstehen.

Der Inhalt wird jeweils an den Bedarf der Schüler*innen angepasst. Je nach Altersgruppe kann eine kleine Einheit zum Thema (sexuelle) Selbstbestimmung, geschlechtliche Vielfalt, Mediennutzung und Selbstbehauptung mit in das Projekt einfließen. So kann gewährleistet werden, dass die Kinder und Jugendlichen nicht mit dem Thema überfordert oder schockiert werden.

Die Durchführungsdauer beträgt 90 Minuten pro Klasse, der Beginn ist 9.00 Uhr. Ein Projekttag von 9.00 Uhr bis 13.00 Uhr ist ebenfalls möglich, dann für eine einzige Klasse. Für die bisherigen Durchführungen gab es seitens der Schüler*innen durchweg positive Resonanz.

Die Loverboy-Methode: So wehren sich Opfer dagegen

Zwangsprostitution, Zuhälterei und Menschenhandel sind schwerwiegende Verbrechen. Besonders heimtückisch ist es, wenn Mädchen und Frauen nach der so genannten Loverboy-Methode erst in emotionale Abhängigkeit getrieben und dann zur Zwangsprostitution gezwungen werden. Oft ist das Vorgehen nicht zu erkennen, weil Liebe „blind“ macht. Wie Opfer sich dagegen schützen und wehren können und wo sie Hilfe finden, zeigt dieses Video. Sag nein!

Das Video wurde vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW und der Frauenberatungsstelle Düsseldorf erstellt.