Ava bastelt ein Farb-und Mengenspiel

Spielzeugfreie Zeit in der AWO Natur-Kita Schrote­wichtel

Niederndodeleben,

Die Kinder der AWO Naturkita Schrotewichtel beschlossen im März in einer Kinderkonferenz, vorerst auf das Spielzeug in den Gruppenräumen zu verzichten und dafür eigenes zu bauen.

 

Nachdem die AWO Naturkita Schrotewichtel aus Niederndodeleben sich im Monat März ausführlich mit dem Thema Müll auseinandergesetzt hat, konnten sowohl Kinder als auch die Erzieher*innen feststellen, dass viele Sachen, die sonst so achtlos weggeworfen werden, anderweitig genutzt werden können.

So beschlossen die Schrotewichtel in einer Kinderkonferenz, auf das Spielzeug in den Gruppenräumen zu verzichten. Die Kleinen entfernten als erstes alles, was aus Kunststoff besteht, und schickten es in den wohlverdienten Urlaub. Die Kinder entschieden dann im weiteren Verlauf des Projektes, auf was sie verzichten können. Diese Spielzeuge wurden erstmal auf den Dachboden gestellt. So wurden die Regale immer leerer - bis am Ende nur noch einige Flaschen Malfarbe und eine Handvoll Scheren auf ihren Einsatz warteten.

Die Kinder sammelten nun die unterschiedlichsten Dinge, um sie einer neuen Verwendung im Prinzip des Upcyclings zuzuführen. Sogar Papier stellten sie selber her und nutzten Materialien aus dem angrenzenden Garten. Viele fanden die spielzeugfreie Zeit toll.

Die Kinder berichten von ihren Erfahrungen aus der spielzeugfreien Zeit

Leonas (6) berichtet: „Ich fand die Zeit cool, weil man da selber etwas bauen kann. Am Anfang muss man überlegen, was man machen möchte, und kann das dann bauen. Wenn wir zur Schule kommen, haben wir doch auch kein Spielzeug.“

Malte (6) ist fast der gleichen Meinung: „Die spielzeugfreie Zeit war toll, aber es ist anstrengend, sich was einfallen zu lassen. Und es ist traurig, wenn andere es dann kaputt machen.“

Bruno (6) antwortet auf die Frage, ob die spielzeugfreie Zeit noch belassen oder ein bisschen Spielzeug wieder geholt werden soll, ohne Umschweife: „Ich möchte gern, dass das Spielzeug noch wegbleibt. Das Spielzeug schadet der Natur. Wenn wir Holzspielzeug haben möchten, müssen Bäume gefällt werden und wenn wir Plastikspielzeug kaufen, geht das schnell kaputt und es wird immer wieder etwas Neues gekauft. Holzbausteine und Holzgegenstände sind gesünder als Plastikspielzeug.“

Weil nun die Mehrheit der Kinder sich das ein oder andere Spielzeug zurückwünscht, wird das Spielzeug wieder schrittweise aus dem Urlaub geholt und den Kindern zur Verfügung gestellt. Die Kinder haben dennoch viel gelernt - Es entstanden die unterschiedlichsten Dinge, die am Ende des Projektes in einer kleinen Ausstellung präsentiert wurden.

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