Affektive Erkrankungen (Station 2)

Die offene geführte Station 2 mit 20 Betten hat den Schwerpunkt auf der Behandlung depressiver Erkrankungen. Zu diesem Zweck bietet die Station ein verhaltenstherapeutisches Gruppenprogramm an, das auf Patientenschulungen (Psychoedukation) fußt. Das Programm wird von den Ärztinnen und Ärzten und der Psychologin der Station gemeinsam durchgeführt. Die Behandlung umfasst psychiatrische und psychotherapeutische Ansätze mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt, die sowohl einzeln als auch in der Gruppe durchgeführt werden. Hinzu kommen Pharmakotherapie, Gestaltungstherapie, Bewegungstherapie, Musiktherapie, Tanztherapie und Kommunikative Bewegungstherapie im Sinne eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes.

Grundlage der psychotherapeutischen Behandlung der Depression ist die Verhaltensanalyse und die darauffolgende Planung der individuellen Therapie der Patientin bzw. des Patienten. In einer ersten Phase der Therapie steht zunächst die Verhaltensaktivierung im Vordergrund. Im weiteren Verlauf geht es dann um die Veränderung von Wahrnehmung und Denkmustern sowie letztendlich um den Erwerb von neuen Fähigkeiten und Verhaltensmöglichkeiten.

Ein besonderes Angebot macht die Station Müttern mit ihren neugeborenen Kindern bis zu einem Alter von einem Jahr. Frauen, die an einer postpartalen Depression (Wochenbettdepression) leiden, können zusammen mit dem Kind aufgenommen werden. Voraussetzung ist, dass die Versorgung des Kindes noch durch die Mutter selbst gewährleistet werden kann.

Zur Behandlung dieser Patientengruppe wird ein videogestütztes Verfahren durchgeführt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Mutter-Kind Bindung.