Angsterkrankungen (Station 4)

Die offen geführte Station mit 20 Betten hat den Schwerpunkt auf Angst- und Zwangsstörungen sowie somatoformen Störungen, die mit körperlichen Beschwerden einhergehen. Neben der medikamentösen Therapie ist zur Behandlung dieser Störungen eine expositionsbasierte verhaltenstherapeutische Behandlung wichtig. Expositionsbasiert bedeutet, dass für die Patientin bzw. den Patienten angstauslösende Situationen und Einflüsse ausführlich thematisiert und berücksichtigt werden.

Vorbereitet wird die Behandlung in einer verhaltenstherapeutischen Gruppentherapie. Die Auseinandersetzung mit angstauslösenden Gegebenheiten (Exposition) findet unter psychologischer Anleitung bzw. mit Unterstützung des Pflegepersonals statt. Die Möglichkeit, bei einem stationären Aufenthalt Expositionen in Begleitung von längerer Dauer durchzuführen, unterscheidet die stationäre Therapie von Angst- und Zwangsstörungen von der ambulanten Therapie. Dort stehen diese Möglichkeiten meistens nicht zur Verfügung.

Auch Körperbeschwerden, bei denen eine organische Verursachung ausgeschlossen wurde (somatoforme Störungen), können im Rahmen einer stationären Komplexbehandlung erfolgreich therapeutisch angegangen werden. Hier spielt unter anderem auch die Überwindung von krankheitsbedingtem Schonverhalten sowie das Erleben positiver Erfahrungen mit dem eigenen Körper eine wichtige Rolle.