Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Die Tagesklinik mit 40 Behandlungsplätzen leistet einen wichtigen Beitrag zur Behandlung psychiatrisch kranker Menschen. Eine tagesklinische Behandlung stellt für viele Patientinnen und Patienten eine Alternative oder Ergänzung zum stationären Klinikaufenthalt dar, der dadurch in manchen Fällen vermieden oder zumindest verkürzt werden kann. Eine teilstationäre Behandlung bedeutet: Tagsüber sind die Patientinnen und Patienten in der Tagesklinik, abends und nachts sowie an den Wochenenden können sie in ihrem gewohnten Zuhause verbringen. Die Tagesklinik befindet sich inmitten des Gebäudes des Fachkrankenhauses AWO Psychiatriezentrum Halle.

Eine tagesklinische Behandlung ermöglicht es der Patientin bzw. dem Patienten, den Kontakt zum vertrauten Umfeld bestehen zu lassen und gleichzeitig diagnostische und therapeutische Maßnahmen in Anspruch zu nehmen. Dadurch lassen sich gute Behandlungserfolge erzielen. Die Behandlung bietet ein Gruppentherapieprogramm mit einem integrierten psychotherapeutischen Behandlungskonzept.

Kontaktdaten

AWO Psychiatriezentrum Halle, Tagesklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Zscherbener Straße 11, 06124 Halle (Saale)

Leiterin Tagesklinik: Oberärztin Dr. med. Cornelia Bergunder

Stationsleiterin Tagesklinik: Anke Reinhardt

Telefon 0345 6922-118
Fax 0345 6922-222

Anmeldung und Aufnahme

Bitte vereinbaren Sie einen Termin für ein ambulantes Vorgespräch.
Die Terminvereinbarung erfolgt unter Telefon 0345 6922-118.
Vorgespräche finden mittwochs von 13 – 15 Uhr statt.

Beim Vorgespräch wird die Indikation zur Behandlung gestellt, die Zuordnung zu der entsprechenden Therapiegruppe getroffen und der Aufnahmetermin vereinbart. Dabei können auch alle organisatorischen und technischen Fragen besprochen und die räumlichen Gegebenheiten vorgestellt werden.

Die Einweisung zur tagesklinischen Behandlung erfolgt durch:

  • Niedergelassene Ärztinnen und Ärzte
  • Krankenhausärztinnen und -ärzte
  • Beratungsstellen

Bitte bringen Sie am 1. Therapietag den Einweisungsschein mit.

Kostenträger der tagesklinischen Behandlung sind die Krankenkassen. Es ist keine Zuzahlung erforderlich. Die Krankenkassen übernehmen unter bestimmten Voraussetzungen die angemessenen täglichen Fahrtkosten.

Behandlungsziele
  • Bearbeitung von Symptomen, Störungen und Konflikten
  • Krankheitsbewältigung bei chronischen psychischen Erkrankungen
  • Bessere Integration im familiären Bereich, am Arbeitsplatz, im gesellschaftlichen Leben
  • Steigerung der Lebensqualität im Sinne von Erarbeiten von Wünschen und Bedürfnissen für mehr Lebensfreude mit zunehmender Eigenkreativität und Aktivität

Hierfür bildet das tagesklinische Umfeld ideale Voraussetzungen.

Krankheitsbilder und Indikationen

Indikationen zur tagesklinischen Psychotherapie

Bei diesen Krankheitsbildern besteht eine Indikation zur tagesklinischen Psychotherapie:

  • Angststörungen und Depressionen
  • Somatoforme Störungen und Konversionsstörungen
  • Zwangserkrankungen, Essstörungen und Belastungsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen, Schizophrene und schizoaffektive Psychosen
  • Berufliche, familiäre oder soziale Konfliktsituationen

Kontraindikation

  • Akute, nicht stabilisierte Suchtprobleme
Therapie

Die Schwerpunkte der psychotherapeutischen Arbeit tragen den modernen und in ihrer Effektivität überprüften psychotherapeutischen Behandlungsverfahren Rechnung.

Die Therapie findet montags bis freitags von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr statt.

Die 40 Behandlungsplätze verteilen sich auf drei Therapiegruppen:

  • Eine tiefenpsychologisch orientierte Patientengruppe (10 Plätze)
  • Zwei verhaltenstherapeutisch orientierte Patientengruppen (20 Plätze)
  • Eine Gruppe zum Training sozialer Kompetenzen (10 Plätze)

Kernstück der Therapie sind die täglich von ärztlichen, psychologisch und speziell ausgebildeten Therapeutinnen und Therapeuten durchgeführten Gruppenstunden.

Begleittherapien beinhalten Ergo-, Musik-, Sport-, Bewegungs- und Tanztherapie sowie Werkstattarbeit. Täglich erfolgt die Vermittlung von Entspannungstechniken, z. B.

  • Autogenes Training,
  • Progressive Muskelrelaxation
  • Yoga

Außerdem finden regelmäßig Wandertage, Theater- und Kinobesuche statt. Die Psychopharmakotherapie ist ein wichtiger Bestandteil unseres Behandlungsplanes.