Ein Kind hält ein sozialpolitisches Banner in die Höhe

Die AWO tritt ein für soziale Gerechtigkeit

Getragen von seinen Grundwerten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sieht der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. seine Aufgabe darin, sich vorbehaltlos für die Verbesserung der Lebenssituation von benachteiligten Gruppen oder besonders schutzbedürftigen Menschen einzusetzen. Wir machen uns stark für gerechte soziale Teilhabechancen und wirken aktiv an der Gestaltung der Lebensbedingungen der Menschen in Sachsen-Anhalt mit.

Der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt beschäftigt sich mit aktuellen gesellschaftlichen Strömungen und politischen Überzeugungen und deren Auswirkungen auf das Miteinander in unserer Gesellschaft. Mit unserem klaren Bekenntnis zur Demokratie und gegen jegliche Art von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung treten wir für eine Gesellschaft in Vielfalt und solidarischem Miteinander ein.

Wohngeld Plus ab 01.01.2023

Auch Menschen in Pflegeeinrichtungen können Wohngeld beantragen

Wohngeld ist ein Zuschuss zur wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. Es soll einkommensschwachen Haushalten helfen, ihre Wohnkosten zu tragen. Wohngeld können Mieterinnen und Mieter als Mietzuschuss, Eigentümerinnen und Eigentümer von Eigentumswohnungen oder Eigenheimen als Lastenzuschuss beantragen, wenn der Wohnraum von ihnen selbst genutzt wird.

Auch Menschen in Pflegeinrichtungen können Wohngeld beantragen.

Durch das "Wohngeld Plus" – Gesetz werden die Einkommensgrenzen des Wohngeldes angehoben und mehr Haushalte, deren Einkommen für den Bezug der Leistung bislang zu hoch waren, werden erstmals einen Anspruch auf Wohngeld haben.

Wohngeld für Mieterinnen oder Mieter

Wohngeld gibt es als Mietzuschuss für Personen, die Mieterin oder Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers sind. Unerheblich für die Leistung des Zuschusses ist, ob der Wohnraum in einem Altbau oder Neubau liegt und ob er öffentlich gefördert, steuerbegünstigt oder frei finanziert worden ist.

Wohngeld als Mietzuschuss – wer ist wohngeldberechtigt?

Wohngeldberechtigt für den Mietzuschuss sind Personen mit geringem Einkommen,

die Mieterin oder Mieter einer Wohnung oder eines Zimmers,

• Untermieterin oder Untermieter,

• mietähnlich Nutzungsberechtigte, insbesondere Inhaber

o eines mietähnlichen Dauerwohnrechts,

o einer Genossenschafts- oder einer Stiftswohnung,

o eines dinglichen Wohnungsrechts,

• Eigentümerin oder Eigentümer eines Hauses mit mehr als zwei Wohnungen,

Bewohnerin oder Bewohner eines Heimes im Sinne des Heimgesetztes (Wohn- und Teilhabegesetzes Sachsen-Anhalt) sind und diesen Wohnraum nicht nur vorübergehend selbst nutzen. (§ 3 Abs. 1 Nr. 3 WoGG)

Wer ist nicht wohngeldberechtigt?

Kein Wohngeld erhalten diejenigen Personen, die bereits andere Transferleistungen erhalten. Dazu zählen z.B. das Bürgergeld, Sozialhilfe, Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter etc. Bei all diesen Sozialleistungen sind die Unterkunftskosten bereits berücksichtigt.

Bedürftige haben grundsätzlich ein Wahlrecht zwischen Sozialhilfe und Wohngeld und können die für sie günstigere Leistungsform wählen (Entscheidung des Bundessozialgerichtes 2021). Es kann daher geprüft werden, welcher Leistungsanspruch im Einzelfall günstiger ist.

Miete

Für die Berechnung des Wohngeldes wird bei Mieterinnen und Mietern die Bruttokaltmiete (Miete inklusive Nebenkosten, jedoch OHNE Heizkosten, Warmwasserkosten und Haushaltsenergie) berücksichtigt. Gemäß § 9 Abs. 3 Satz 2 WoGG wird für Heimbewohnerinnen oder -bewohner eine erhöhte Miete (Höchstbetrag zzgl. Klimakomponente) berücksichtigt. (Im Fall des § 3 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 ist als Miete die Summe aus dem Höchstbetrag nach § 12 Absatz 1 und der Klimakomponente nach § 12 Absatz 7 zu Grunde zu legen. Die Höchstbeträge ergeben sich aus Anlage 1 zum WoGG.)
Die Zugehörigkeit einer Gemeinde zu einer Mietenstufe richtet sich nach dem Mietenniveau und wird vom statistischen Bundesamt erhoben.

Wo und wie kann Wohngeld beantragt werden?

Der Antrag muss schriftlich mit den notwendigen Nachweisen bei den Wohngeldbehörden der Landkreise, kreisfreien Städte sowie bei Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohnern eingereicht werden. Haushalte, die bereits wohngeldberechtigt sind, bekommen das verbesserte Wohngeld im Rahmen des laufenden Bewilligungszeitraums automatisch ohne gesonderten Antrag. In diesen Fällen ist ein Antrag erst wieder nach Ablauf des laufenden Bewilligungszeitraums erforderlich. Zudem wird neu geregelt, dass eine Änderung des Wohngeldes im Bezugszeitraum bereits dann möglich sein soll, wenn sich die Miete oder Belastung um mehr als 10 Prozent erhöht.

Erforderliche Unterlagen und Nachweise

Für die Antragstellung bei der Wohngeldbehörde müssen folgende Unterlagen eingereicht werden:

    • der ausgefüllte Antrag auf Wohngeld (Mietzuschuss (Mieter) oder Lastenzuschuss (Eigentümer) (Formblatt),
    • Zusätzliche Erklärung zum Antrag auf Wohngeld,
    • Mietbescheinigung, auszufüllen vom Vermieter (mit Angabe über Größe sowie Baujahr des Wohnraums),
    • Mietvertrag, Mietquittung oder Mietänderungsschreiben (bei Erstantrag oder Änderungen) -> Bestätigungsschreiben der Heimverwaltung / Heimleitung
    • Personalausweis oder Reisepass
    • Meldebestätigung
    • aktueller Rentenbescheid einschließlich Zusatzrenten
    • ggf. Bescheid anderer Sozialleistungsträger (z.B. Sozialamt)

Je nach familiärer und finanzieller Situation können weitere Unterlagen für den Wohngeldantrag erforderlich sein, wie z.B.:

    • Steuerbescheid über die Einkommenssteuer
    • Nachweis über Vermögen und Kapitalerträge
    • Kontoauszüge

Wohngeld wird in der Regel für 12 Monate bewilligt.

Weiterführende Links:

Informationen und Wohngeldanträge für Sachsen-Anhalt
https://mid.sachsen-anhalt.de/infrastruktur/bauen-und-wohnen/wohngeld/#c287474

Informationen des Bundes zur Reform
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/entlastung-fuer-deutschland/wohngeldreform-2125018

Mietstufen
https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/downloads/Webs/BMWSB/DE/veroeffentlichungen/wohnen/mietstufen-2023.html

Wohngeldrechner
https://www.wohngeld.org/wohngeldrechner

Broschüre zur Armutskonferenz Sachsen-Anhalt 2022

Warum eine Armutskonferenz?

Das Ziel der Armutskonferenz am 10. November 2022 war es, aktuelle Herausforderungen für die Menschen in unserem Land klar zu analysieren und sozialpolitische Handlungserfordernisse herauszuarbeiten. Wo erleben wir Armut und ihre Folgen? Wie unterstützen wir Armutsbetroffene? Wo sehen wir politischen Handlungsbedarf in Bund, Land und Kommunen? Neben den beiden Inputreferaten und der Podiumsdiskussion mit Politiker*innen wollten wir vor allem mit einem breit aufgestellten Themenmarkt „Alles über und gegen Armut“ in einen konstruktiven Dialog treten.

» Hier als pdf downloaden: Die Broschüre zur Armutskonferenz

Sozialpolitische Nachrichten von der AWO in Sachsen-Anhalt

Die aktuelle Ausgabe unserer Verbandszeitschrift WERTVOLL engagiert befasst sich unter anderem mit der Armutskonferenz, der Info-Offensive zur Situation in der Pflege sowie der AWO Strategie 2030.

Zum Weltkrebstag am 4. Februar weist die Internationale Vereinigung gegen Krebs (UICC) besonders auf Versorgungslücken hin. Unser korporatives Mitglied, die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e.V., unterstützt Patient*innen und Angehörige in Sachsen-Anhalt im Falle einer Krebserkrankung.

Im Rahmen der Initiative Weltoffenes Magdeburg und dessen Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ fand im HOT – Alte Bude ein Solidaritätskonzert statt, bei dem 1.500 Euro an Spenden zusammengekommen sind. Die gesammelte Summe kommt je zur Hälfte dem Verein Verein Alveni e.V. und dem Verein platz*machen zugute.

Auch Menschen in Pflegeinrichtungen können Wohngeld beantragen.

Hendrik Hahndorf, Vorstandsvorsitzender des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt, bezieht Stellung zur Änderung der Eindämmungsverordnung bezüglich der Maskenpflicht.

Barbara Höckmann, die Vorsitzende des Präsidiums des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt, bezieht klare Stellung zur Einführung des Bürgergeldes.

„Durch’s soziale Netz gefallen? Sozialpolitischer Schieflage konsequent entgegentreten!“ hieß die Armutskonferenz unter der Organisation der AWO am 10. November. Ein landesweites Netzwerk als Lobby für Betroffene von Armut und sozialer Ausgrenzung wurde geknüpft.

Jugendliche lernen am besten von und mit Jugendlichen. Sie brauchen außerhalb von Schule und Elternhaus Freiräume, um sich auszuprobieren, Freunde zu treffen, Konflikte auszustehen, teilzuhaben.

Die länder- und trägerübergreifende DigiSucht-Plattform ermöglicht einen niedrigschwelligen digitalen Zugang zu kostenfreier, anonymer und professioneller Suchtberatung.

Kinderarmut: Betroffenheit reicht nicht – AWO fordert gemeinsamen Kraftakt!

Ein Kind liegt neben einer bunten Kreiderakete auf dem Boden und blickt nach oben. Es handelt sich um das Titelbild der hier herunterladbaren AWO-Positionierung Wege aus Armutspfaden

Armut ist nicht selbstverschuldet und geht uns alle an. Die wachsende Spaltung der Gesellschaft in arm und reich ist für uns als AWO nicht hinnehmbar und lässt sich dauerhaft nur durch eine Veränderung der Verhältnisse beseitigen. Eine entschlossene und wirksame Bekämpfung von Armut bestimmt maßgeblich unsere tägliche Arbeit. Die AWO in Sachsen-Anhalt unterstützt landesweit Familien mit Hilfebedarf, sei es in Beratungsstellen, der Kita, der Kinder- und Jugendhilfe, in Tafeln, der offenen Jugend- und Jugendsozialarbeit. Wie unverzichtbar ein funktionierendes Gemeinwesen mit einer sozialen Infrastruktur für die Menschen ist, hat sich in der Coronakrise mit der Schließung sozialer und Bildungs-Einrichtungen im Lockdown nochmals besonders deutlich gezeigt. Die materiellen und psychosozialen Folgen der Corona-Pandemie sind gravierend, treffen arme Menschen besonders hart und verfestigen soziale Ungleichheit. Kinder und Jugendliche mit Hilfebedarf werden noch stärker als bisher von Bildung abgehängt und Teilhabe- und Verwirklichungschancen werden ihnen genommen.
Aber auch eine soziale Infrastruktur allein kann ausreichende Transferleistungen nicht ersetzen. Will man Armut dauerhaft beseitigen, sind eine bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze in Hartz IV und der Altersgrundsicherung, die Einführung einer Kindergrundsicherung sowie Reformen von Arbeitslosen- und Rentenversicherung nötig.
Wir brauchen eine nachhaltige Armutsprävention mit sozialpolitischen Instrumenten, die materielle Armut verhindern. Und wir brauchen auch eine verlässlich finanzierte und konzeptionell abgestimmte soziale Infrastruktur, die für alle Kindern und Jugendlichen Bildungs- und Teilhabechancen gewährleistet und Eltern in ihrer Sozialisationsaufgabe unterstützt. Es braucht einen gemeinsamen Kraftakt, einen ressortübergreifenden ganzheitlichen Weg zur wirksamen Armutsbekämpfung in Sachsen-Anhalt und auf Bundesebene.
In einem umfassenden Positionspapier erläutert die AWO, dass Armut ein Zusammenspiel von strukturellen Benachteiligungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnen, sozialer Teilhabe und materieller Versorgung ist. Das zeigen zudem die Ergebnisse der AWO-ISS-Langzeitstudie zu Kinderarmut und den Folgen für junge Menschen, in der seit 1999 bis 2019 1000 Kinder in fünf wichtigen Entwicklungsphasen wiederholt befragt wurden. Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass besonders Übergänge im Lebensverlauf junger Menschen Scheidewege in der Entwicklung sind. Wenn Übergänge, wie z. B. von der Schule in den Beruf, durch funktionierende soziale Netze und Unterstützungsstrukturen begleitet werden, steigen die Chancen für ein Entkommen aus Armutsschleifen.
Die AWO schlägt vor, dass im Sinne einer Landes-Gesamtstrategie alle Landkreise und kreisfreien Städte regional maßgeschneiderte Präventionsketten entwickeln, die durch eine Landeskoordination unterstützt und begleitet werden. Hier werden qualitativ hochwertige und armutssensible Angebote der Bildung, Betreuung, Erziehung, Begleitung und gesundheitlichen Versorgung verbunden und sinnvoll aufeinander abgestimmt. Gleichzeitig bedarf es bundesweit deutlich verbesserter Rahmenbedingungen in der Sozial-Arbeits-, Wohnungs- und Familienpolitik.

„Armut kann nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene mit guter Koordination überwunden werden. Das Herumdoktern an individuellen Armutssymptomen löst die strukturellen Probleme nicht und ist allenfalls Augenwischerei. Ein gutes Aufwachsen von allen Kindern und Jugendlichen muss in unserer Gesellschaft Priorität haben.“, so die Vorsitzende des AWO-Präsidiums Barbara Höckmann.

Beratung und Angebote der AWO für ein soziales Miteinander

Schau hin. Pack an! Für soziale Gerechtigkeit. Eine Kampagne der AWO in Sachsen-Anhalt

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Menschen handeln gemeinsam bei der AWO Kampagne Mitmachen

Ehrenamtlich engagieren

Sie wollen sich ehrenamtlich betätigen? Unsere Engagementdatenbank hält eine Menge Mitmach-Möglichkeiten bereit.

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Menschen handeln gemeinsam bei der AWO für eine gelingende Migration

Demokratie und Toleranz

Förderung von Demokratie und Teilhabe – Stärkung zivilgesellschaftlichen Engagements

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Kita-Kosten transparent und knackig dargestellt

Egal, ob kommunaler oder freigemeinnütziger Träger – das Verfahren ist für alle gleich. In diesem Video wird der  Sache ganz genau auf den Grund gegangen und erklärt, wie die Kosten zustande kommen und wer sie bezahlt.

Weitere Infos dazu es auf dem Web-Auftritt des AWO Kreisverbandes Harz e.V.

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