Während einer Demonstration sitzt ein kleines Mädchen mit einem Plakat auf den Schultern ihres Vaters

Wir treten ein für soziale Gerechtigkeit

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Getragen von seinen Grundwerten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sieht der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e. V. seine Aufgabe darin, sich vorbehaltlos für die Verbesserung der Lebenssituation von benachteiligten Gruppen oder besonders schutzbedürftigen Menschen einzusetzen. Wir machen uns stark für gerechte soziale Teilhabechancen und wirken aktiv an der Gestaltung der Lebensbedingungen der Menschen in Sachsen-Anhalt mit.

Der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt beschäftigt sich mit aktuellen gesellschaftlichen Strömungen und politischen Überzeugungen und deren Auswirkungen auf das Miteinander in unserer Gesellschaft. Mit unserem klaren Bekenntnis zur Demokratie und gegen jegliche Art von Rassismus, Antisemitismus und Diskriminierung treten wir für eine Gesellschaft in Vielfalt und solidarischem Miteinander ein.

Aktuelle Themen aus dem Bereich Sozialpolitik des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e. V.

Der Mensch hinter den Schulden » weiter

Kinderarmut: Betroffenheit reicht nicht – AWO fordert gemeinsamen Kraftakt! » weiter

Alle Kliniken brauchen Sicherheit » weiter

Der Kampf gegen Armut: eine gesamtgesellschafliche Aufgabe » weiter

Offener Brief zur Gemeinschaftsunterbringung und Gesundheitsversorgung » weiter

Kinderarmut: Betroffenheit reicht nicht – AWO fordert gemeinsamen Kraftakt!

Ein Kind liegt neben einer bunten Kreiderakete auf dem Boden und blickt nach oben. Es handelt sich um das Titelbild der hier herunterladbaren AWO-Positionierung Wege aus Armutspfaden

Armut ist nicht selbstverschuldet und geht uns alle an. Die wachsende Spaltung der Gesellschaft in arm und reich ist für uns als AWO nicht hinnehmbar und lässt sich dauerhaft nur durch eine Veränderung der Verhältnisse beseitigen. Eine entschlossene und wirksame Bekämpfung von Armut bestimmt maßgeblich unsere tägliche Arbeit. Die AWO in Sachsen-Anhalt unterstützt landesweit Familien mit Hilfebedarf, sei es in Beratungsstellen, der Kita, der Kinder- und Jugendhilfe, in Tafeln, der offenen Jugend- und Jugendsozialarbeit. Wie unverzichtbar ein funktionierendes Gemeinwesen mit einer sozialen Infrastruktur für die Menschen ist, hat sich in der Coronakrise mit der Schließung sozialer und Bildungs-Einrichtungen im Lockdown nochmals besonders deutlich gezeigt. Die materiellen und psychosozialen Folgen der Corona-Pandemie sind gravierend, treffen arme Menschen besonders hart und verfestigen soziale Ungleichheit. Kinder und Jugendliche mit Hilfebedarf werden noch stärker als bisher von Bildung abgehängt und Teilhabe- und Verwirklichungschancen werden ihnen genommen.
Aber auch eine soziale Infrastruktur allein kann ausreichende Transferleistungen nicht ersetzen. Will man Armut dauerhaft beseitigen, sind eine bedarfsgerechte Anhebung der Regelsätze in Hartz IV und der Altersgrundsicherung, die Einführung einer Kindergrundsicherung sowie Reformen von Arbeitslosen- und Rentenversicherung nötig.
Wir brauchen eine nachhaltige Armutsprävention mit sozialpolitischen Instrumenten, die materielle Armut verhindern. Und wir brauchen auch eine verlässlich finanzierte und konzeptionell abgestimmte soziale Infrastruktur, die für alle Kindern und Jugendlichen Bildungs- und Teilhabechancen gewährleistet und Eltern in ihrer Sozialisationsaufgabe unterstützt. Es braucht einen gemeinsamen Kraftakt, einen ressortübergreifenden ganzheitlichen Weg zur wirksamen Armutsbekämpfung in Sachsen-Anhalt und auf Bundesebene.
In einem umfassenden Positionspapier erläutert die AWO, dass Armut ein Zusammenspiel von strukturellen Benachteiligungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Wohnen, sozialer Teilhabe und materieller Versorgung ist. Das zeigen zudem die Ergebnisse der AWO-ISS-Langzeitstudie zu Kinderarmut und den Folgen für junge Menschen, in der seit 1999 bis 2019 1000 Kinder in fünf wichtigen Entwicklungsphasen wiederholt befragt wurden. Eine wesentliche Erkenntnis ist, dass besonders Übergänge im Lebensverlauf junger Menschen Scheidewege in der Entwicklung sind. Wenn Übergänge, wie z. B. von der Schule in den Beruf, durch funktionierende soziale Netze und Unterstützungsstrukturen begleitet werden, steigen die Chancen für ein Entkommen aus Armutsschleifen.
Die AWO schlägt vor, dass im Sinne einer Landes-Gesamtstrategie alle Landkreise und kreisfreien Städte regional maßgeschneiderte Präventionsketten entwickeln, die durch eine Landeskoordination unterstützt und begleitet werden. Hier werden qualitativ hochwertige und armutssensible Angebote der Bildung, Betreuung, Erziehung, Begleitung und gesundheitlichen Versorgung verbunden und sinnvoll aufeinander abgestimmt. Gleichzeitig bedarf es bundesweit deutlich verbesserter Rahmenbedingungen in der Sozial-Arbeits-, Wohnungs- und Familienpolitik.

„Armut kann nur in einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene mit guter Koordination überwunden werden. Das Herumdoktern an individuellen Armutssymptomen löst die strukturellen Probleme nicht und ist allenfalls Augenwischerei. Ein gutes Aufwachsen von allen Kindern und Jugendlichen muss in unserer Gesellschaft Priorität haben.“, so die Vorsitzende des AWO-Präsidiums Barbara Höckmann.

Aktuelle Nachrichten aus dem AWO Landesverband Sachsen-Anhalt

Hochwasserhilfe » weiter

Spendenaufruf Hochwasser-Katastrophe » weiter

AWO gedenkt Doris Wagner » weiter

Grafik: Logo der AWO-Kampgne Schau hin. Pack an!

Schau hin. Pack an!

Mit der Kampagne „Schau hin. Pack an! Für soziale Gerechtigkeit“ erheben wir als AWO unsere Stimme.

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5 Personen stehen vor einem Baum und bieten ihre Unterstützung an

Migration und Flüchtlingshilfe

Beratung von Menschen, die als Migranten oder Flüchtlinge zu uns gekommen sind » weiter

Foto von 2 Frauen

Vera – Fachstelle gegen Frauenhandel und Zwangsverheiratung

Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen » weiter

Logo Magdalena

MAGDALENA – Mobile Beratung für Sexarbeiter*innen

Sozialarbeiterisches Angebot für freiwillig in erotischen Dienstleistungen Tätige

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