Runder Tisch fordert vor Landtagswahl 2026 sachliche Debatte über Zuwanderung

Kurz vor der Landtagswahl 2026 setzt der Runde Tisch einen Impuls für einen verantwortungsvollen Umgang beim Thema Zuwanderung.

Magdeburg, 05. Februar 2026 – Der „Runde Tisch für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus“ appelliert im Vorfeld der Landtagswahl 2026 an die gemeinsame Verantwortung aller für einen konstruktiven Diskurs auf Faktenbasis beim Thema Zuwanderung. Der veröffentlichte Appell hebt zunächst die Bedeutung gelingender Zuwanderung für Sachsen-Anhalt hervor und warnt zugleich vor einer emotionalisierten Zuspitzung im Wahlkampf.

Der Appell, dessen Veröffentlichung die Mitglieder des Runden Tisches im Dezember beschlossen hatten, ist ebenfalls auf der Internetseite des Runden Tisches verfügbar.

Der Runde Tisch betont, dass Zuwanderung einen zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen, demografischen und gesellschaftlichen Entwicklung des Landes leistet. Menschen mit Zuwanderungsgeschichte seien ein selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Rassismus und Ausgrenzung dürften keinen Platz haben. Zuwanderungspolitische Fragen müssten lösungsorientiert, respektvoll und auf Grundlage belastbarer Daten behandelt werden.

Für Rückfragen steht die Koordinierungsstelle des Runden Tisches unter Tel. 0391 50 54 96 13 oder per E-Mail an rundertisch@fluechtlingsrat-lsa.de zur Verfügung.

Was ist der Runde Tisch?

Im Jahr 1993 wurde der Runde Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit in Sachsen-Anhalt als eine Initiative der christlichen Kirchen, der Synagogengemeinde zu Magdeburg und des Deutschen Gewerkschaftsbunds (Landesverbandes Sachsen-Anhalt) gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit gegründet. Seit der Zusammenschließung des Runden Tisches mit dem Bündnis für Zuwanderung und Integration in Sachsen-Anhalt 2017 führt er nun gestärkt unter dem Namen „Runder Tisch für Zuwanderung und Integration, gegen Rassismus“ seine Arbeit fort.

Schirmherr*in des Runden Tischs ist der/ die Landtagspräsident*in. Er hat 29 Mitglieder.

Er setzt sich für Solidarität mit Migrantinnen und Migranten, hierher geflüchteten Menschen und eine tolerante sowie weltoffene Gesellschaft in Sachsen-Anhalt ein. Gegründet wurde der Runde Tisch als zivilgesellschaftliche Initiative und Reaktion auf rassistische und ausländerfeindliche Gewaltübergriffe in den 1990er Jahren in Sachsen-Anhalt mit dem Ziel, sich für die aktiv und öffentlich von rassistischer Gewalt betroffenen Menschen zu engagieren und eine Verbesserung ihrer Lebenssituation zu erreichen.

Seit 1993 haben die Mitglieder des Runden Tisches:

  • in Landkreisen und kreisfreien Städten Sachsen-Anhalts politische Entscheidungsträgerinnen und -träger für das Leben von Ausländerinnen und Ausländern, Migrantinnen und Migranten an einen Tisch gebracht und sich insbesondere über die Lebenssituation von Asylsuchenden vor Ort und ihrer Unterbringung informiert,
  • bei Besuchen in Asylbewerberheimen und Begegnungen mit ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern die Situation von Migranten erkundet, ihre Probleme zur Sprache gebracht, Möglichkeiten der Lösung beraten und
  • im Landtag mit Vertreterinnen und Vertretern der Fraktionen die aktuellen politischen Fragen von Migration, Zuwanderung und Integration erörtert

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