„Demokratie leben!“ – Partnerschaft für Demokratie Burg und südliches Jerichower Land
Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit – auf diesen Werten beruht ein gutes und solidarisches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Überzeugung. Mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und gegen jede Form von Extremismus. Gefördert werden hierzu Projekte in ganz Deutschland, die sich für ein vielfältiges, respektvolles und gewaltfreies Miteinander einsetzen.
Die Kernziele der aktuellen Förderperiode (2025 bis 2032) lauten:
- Demokratie fördern
- Vielfalt gestalten
- Extremismus vorbeugen
Zur Partnerschaft für Demokratie der Stadt Burg und südliches Jerichower Land zählen die Gemeinden Biederitz und Möser, Stadt Möckern, Stadt Gommern, Stadt Burg.
Kontakt
Koordinierungs- und Fachstelle der Stadt Burg und südliches Jerichower Land
Perry Lukaszczyk
„Partnerschaft für Demokratie“ Burg und südliches Jerichower Land
Bruchstraße 24, 39288 Burg
Telefon: 03921 9775 726
Mobil: 0170 3735755
perry.lukaszczyk@awo-sachsenanhalt.de
Informationen über die Partnerschaft für Demokratie Burg und südliches Jerichower Land
Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unterstützt Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland darin, Handlungskonzepte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt im Rahmen von lokalen „Partnerschaften für Demokratie“ zu entwickeln und umzusetzen. Den geförderten Kommunen stellt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend jährlich – mit einer Perspektive von 8 Jahren – Gelder zur Verfügung, aus dem konkrete Einzelmaßnahmen/Projekte finanziert werden können. Hierbei kann es sich beispielsweise um ein Demokratiefest, eine Plakataktion oder aber auch um Lehr- und Informationsmaterialien handeln.
Die Partnerschaft für Demokratie Burg und das südliche Jerichower Land ist ein langfristig angelegtes Kooperations- und Unterstützungsnetzwerk, das von der aktiven Beteiligung ihrer Partner*innen lebt und offen ist für alle hauptamtlichen und ehrenamtlichen Organisationen und Akteur*innen, die sich in Burg und Umgebung im Sinne des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ engagieren.
Das Kernelement einer Partnerschaft für Demokratie ist die Förderung und Stärkung einer lebendigen, vielfältigen und offenen Demokratie durch aktive Kooperationen von Politik, Verwaltung, Organisationen, Institutionen und Zivilgesellschaft.
Durch die Auseinandersetzung mit Werten und Haltungen wird ein demokratisches Gemeinwesen erlebbar, das aktiv in der Stadtgesellschaft wirkt und diese mitgestaltet.
Ziel ist es, zwischen den Partner*innen eine langfristige, lokale Partnerschaft zu knüpfen, die als solidarische Gemeinschaft ein sichtbares Zeichen gegen Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und für eine starke Demokratie setzt.
Die Federführung jeder Partnerschaft ist bei der Kommune angesiedelt. Bei der Partnerschaft für Demokratie Burg und das südliche Jerichower Land ist das federführende Amt innerhalb der Stadt Burg (Ansprechpartner: Jacob Zeuch). Das federführende Amt und die Fach- und Koordinierungsstelle stehen im ständigen Austausch und Beratung.
Zur fachlich-inhaltlichen Koordinierung gibt es eine Koordinierungs- und Fachstelle, die beim AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. angesiedelt ist. Der AWO Landesverband fungiert hierfür als ein unabhängiger und erfahrener Träger aus der Zivilgesellschaft. Die Fach- und Koordinierungsstelle ist für den Aufbau, die Steuerung und die Weiterentwicklung der lokalen Partnerschaft zuständig, fungiert als Ansprechpartner*in, Berater*in und Begleitung für die Träger von Einzelmaßnahmen und koordiniert die Gremien. Außerdem trägt sie zur Bekanntmachung der Partnerschaft und der lokalen Maßnahmen bei und ist für Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung zuständig.
Für konkrete Einzelmaßnahmen stehen der Partnerschaft für Demokratie Burg und das sdl. JL jährlich Gelder für vielfältige Aktionen zur Verfügung.
Über die zu verwirklichenden Maßnahmen entscheidet ein Bündnis, welches mit Vertreter*innen aus lokalen Handlungsträgern besetzt wird. Das Bündnis ist das zentrale Entscheidungsgremium einer Partnerschaft für Demokratie.
Zur Stärkung der Beteiligung von jungen Menschen wird darüber hinaus ein Jugendforum eingerichtet, das über die Anträge für die Gelder des Jugendfonds entscheidet.
Macht mit und werdet Teil der Partnerschaft für Demokratie!
Die Ziele des Bundesprogramms „Demokratie leben“ stehen auf drei zentralen Säulen.
Demokratie fördern
„Demokratie leben!“ stärkt das Bewusstsein für demokratische Rechte und fördert die demokratische Bildung und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. In den geförderten Projekten geht es um grundlegende Prinzipien wie Gleichwertigkeit, Rechtstaatlichkeit, den Schutz der Menschenrechte und gesellschaftliche Teilhabe an politischen Prozessen. Insbesondere Kinder, Jugendliche und jungen Erwachsenen werden dabei unterstützt, ihre Teilhabe- und Mitbestimmungsrechte wahrzunehmen.
Vielfalt gestalten
„Demokratie leben!“ erarbeitet Lösungen, um allen Menschen ein diskriminierungsfreies Leben zu ermöglichen. Ziel ist es, dass die Gesellschaft Vielfalt als Chance begreift und die damit verbundenen Widersprüche und Konflikte konstruktiv bearbeitet.
Extremismus vorbeugen
„Demokratie leben!“ will die Entstehung demokratie- und menschenfeindlicher Haltung sowie extremistischer Einstellungen möglichst verhindern und Radikalisierungsprozesse frühzeitig unterbrechen. Dies schließt neben Rechtsextremismus auch islamistischen Extremismus und linken Extremismus mit ein.
Auf der Homepage finden Sie bezüglich des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ und weiteren Förderprogrammen zusätzliche Informationen.
Sie können durch ein eigenes Projekt zur Umsetzung der Ziele des Bundesprogramms aktiv beitragen. Um Ihnen die Ideenfindung ein wenig zu erleichtern, sind hier einige der möglichen Projektschwerpunkte:
- Demokratie- und Toleranzerziehung
- Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft
- Soziale Integration
- Interkulturelles und interreligiöses Lernen
- Antirassistische Bildungsarbeit
- Kulturelle und geschichtliche Identität
- Bekämpfung rechtsextremistischer Bestrebungen bei jungen Menschen
- Bekämpfung von Alltagsrassismus
- Flüchtlingsarbeit
- Begegnungsarbeit
- Selbstorganisation (bspw. Jugendliche)
Natürlich sind auch weitere Programmschwerpunkte mit der grundlegenden Zielsetzung Weltoffenheit und gegenseitiges Interesse, Vielfalt und Toleranz als Stärke und Grundlage für eine demokratische Gesellschaft und Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am gesellschaftlichen Leben möglich.
Nicht förderfähig sind jedoch:
- Maßnahmen, die überwiegend schulischen Zwecken, dem Hochschulstudium, der Berufsbildung außerhalb der Jugendsozialarbeit, dem Breiten- und Leistungssport, der religiösen weltanschaulichen Erziehung dienen.
- Projekte, die durch anderweitige Bundes- oder Landesförderungen abgedeckt werden können.
Lassen Sie sich von der Koordinierungs- und Fachstelle beraten.
Zwei Arten von Projektanträgen
- Kinder- und Jugendfonds (bis 500,00 Euro)
Projektanträge von Kinder und Jugendlichen die sich früh selbst verwirklichen und ausprobieren wollen - Aktionsfonds (ab 1.000,00 Euro)
Projektanträge welche etwas größer sind, teilweise auch über mehrere Tage gehen und im Bündnis besprochen werden
Termine für das Jahr 2025
30.09.2025, 17.00 Uhr
04.11.2025, 17.00 Uhr
09.12.2025, 17.00 Uhr
Die Sitzungen des Bündnisses finden im Beratungsraum 121 der Stadtverwaltung Burg statt.
Bewertungsablauf
Die ausgefüllten Anträge werden gemäß der festgesetzten Terminkette bei der Fach- und Koordinierungsstelle in digitaler Form per E-Mail eingereicht. Die Fach- und Koordinierungsstelle sichtet und bereitet die Beschlussfassung vor. Eine Beratung zur Erstellung eines Antrages kann durch die externe Koordinierungs- und Fachstelle des Programms erfolgen.
Nach erfolgreicher Prüfung durch die Koordinierungsstelle senden Sie bitte den ausgefüllten Antrag mit rechtskräftiger Unterschrift an das federführende Amt.
Alle Materialien oder andere Formen der Veröffentlichung sind der Fach- und Koordinierungsstelle im Vorfeld mit einem angemessenen zeitlichen Vorlauf zur Freigabe zuzusenden.
Verwendung des Förderlogos
- Die Träger*innen sind verpflichtet, bei allen Veröffentlichungen auf die Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ hinzuweisen.
- Das Förderlogo des Bundesprogramms (Logo des BMBFSFJ + Logo des Bundesprogramms inkl. textlicher Förderzusatz) ist auf allen Veröffentlichungen von Ihnen abzubilden. Die Teillogos dürfen nicht allein und auch nicht ohne Förderzusatz dargestellt werden.
- Das Förderlogo darf nicht bearbeitet werden und darf grundsätzlich nur in der vorliegenden Anordnung zum Einsatz kommen.
- Förderlogo ist immer auf weißen Grund zu stellen; die Größe muss so gewählt werden, dass es optisch zum Rest des Textes oder Bildes passt und ohne besondere Lesehilfe zu erkennen ist.
- Zu beachten ist weiterhin, dass das Logo nach allen Seiten hin über eine Schutzzone verfügt, in der kein anderes Element platziert werden darf.
Logos: Reihenfolge beachten!
Für alle Projekte gilt:
- Stelle: Logo_Bundesprogramm „Demokratie leben!“
- Stelle: Logo_Landesprogramm „#wirsinddasland“
- Stelle: Logo „Partnerschaft für Demokratie“
Für Projekte aus dem Jugendfonds (KJFO) kommt zusätzlich:
- Stelle: Logo „Kinder- und Jugendforum“