Die Fachabteilung für Psychiatrie verfügt über 111 vollstationäre Betten, drei Tageskliniken an den Standorten Jerichow, Burg und Havelberg mit gesamt 80 Plätzen sowie eine große Institutsambulanz mit allgemeinpsychiatrischer Sprechstunde. Die Behandlung ist sozial-psychiatrisch orientiert mit einem anspruchsvollen Angebot an Spezialisierung. Unser eng vernetztes und multiprofessionelles Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Therapeutinnen und Therapeuten, Pflegekräften sowie Sozialpädagoginnen und -pädagogen und Sozialarbeiterinnen und -arbeitern behandelt alle psychiatrischen Krankheitsbilder.
AWO Fachkrankenhaus Jerichow | Fachabteilung für Psychiatrie
Johannes-Lange-Straße 20, 39319 Jerichow
Chefarzt Dr. rer. nat. Martin Häring
Telefon 039343 92 2700
psychiatrie.fkh@awo-sachsenanhalt.de
Im Haus 19 können Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen oder in Lebenskrisen behandelt werden. Wir bieten ein Halt gebendes Umfeld im Rahmen einer stationären Behandlung.
Für die bestmögliche und individuelle Behandlung unserer Patientinnen und Patienten kommt ein multimodales Therapiekonzept zur Anwendung. Patientinnen und Patienten mit Borderline-Störung oder einer Störung der Emotionsregulation behandeln wir verhaltenstherapeutisch mit Elementen der Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT).
Die Therapie beinhaltet folgende Formen und Methoden:
Zentrale Punkte dieser Therapie sind:
Martin.Haering@awo-sachsenanhalt.de
psychiatrie.fkh@awo-sachsenanhalt.de
Aufnahmemanagement
Telefon 039343 92-1170
Sozialdienst
Telefon 039343 92-2142
Station 19
Telefon 039343 92-3191 (untere Etage) und Telefon 039343 92-3192 (obere Etage)
Die akutpsychiatrische Station in Haus 14 unten nimmt Patientinnen und Patienten auf, die eine stationäre Behandlung in geschützter Umgebung benötigen
Im Einzelnen handelt es sich um die Krankheitsbilder: schwere Depressionen, Schizophrenien, Manien sowie alle psychiatrischen Erkrankungen, bei denen Eigen- und Fremdgefährdung vorliegen.
Unsere Arbeit konzentriert sich auf die Krisenintervention und das Abklingen der akuten Symptomatik, z. B. nach Suizidversuchen oder Erregungszuständen. Bei der akutpsychiatrischen Behandlung nehmen soziotherapeutische, physio-, sport- und ergotherapeutische Elemente einen großen Stellenwert ein. Zur Stabilisierung werden die Patientinnen und Patienten dann entsprechend der zu behandelnden Krankheitsbilder auf die jeweiligen Behandlungsstationen des Hauses verlegt.
Martin.Haering@awo-sachsenanhalt.de
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Aufnahmemanagement
Telefon 039343 92-1170
Station
Telefon 039343 92-3141
Sozialdienst
Telefon 039343 92-2142
Auf den gerontopsychiatrischen Stationen in Haus 8 im AWO Fachkrankenhaus Jerichow werden ältere Patientinnen und Patienten etwa ab dem 60. Lebensjahr behandelt, die an seelischen Erkrankungen oder kognitiven Störungen leiden. Diese Station wird als geschützte Station geführt.
Menschen im höheren Lebensalter sind häufig mit dem Problem der Vereinsamung konfrontiert. Hinzu kommen körperliche Erkrankungen, die in Kombination mit den psychischen Problemen zum einen die Lebensqualität erheblich mindern und zum anderen den Behandlungsverlauf erschweren.
Therapeutische Ziele sind: geistige und körperliche Aktivierung, Förderung der vorhandenen Fähigkeiten, Stärkung der Selbsthilfefähigkeit und Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Krankheitsbild. Die psychotherapeutische Arbeit konzentriert sich auf die aktuelle Problematik und deren Aufarbeitung.
Martin.Haering@awo-sachsenanhalt.de
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Aufnahmemanagement
Telefon 039343 92-1170
Sozialdienst
Telefon 039343 92-2342
Station Haus 8 oben
Telefon 039343 92-3151
Eine Suchterkrankung kann oft nur dann nachhaltig gebessert werden, wenn auch die zugrunde liegenden oder in der Folge auftretenden psychischen Störungen wie Depressionen, posttraumatische Belastungsstörungen, Angst- und Persönlichkeitsstörungen ausreichend diagnostiziert und wirksam behandelt werden.
Der Therapieplan beinhaltet je nach Bedarf psychotherapeutische, ergo-, sport- oder physiotherapeutische Elemente, Psychoedukation, kognitives Training oder Sozialtherapie.
Alle Maßnahmen konzentrieren sich darauf, gemeinsam mit der oder dem Erkrankten die entscheidenden Schritte für ein suchtmittelfreies Leben zu erarbeiten. In Vorbereitung auf die Entlassung ist es uns daher wichtig, die Festigung einer erarbeiteten Motivation und der Abstinenz zu erreichen. Wir informieren über begleitende Hilfen und weiterführende Therapien, wie u.a. ambulante Hilfsangebot, Selbsthilfegruppen oder Beratungsstellen.
Unser Stationsteam nutzt für die Behandlung von Suchterkrankungen alle Möglichkeiten moderner Diagnostik und Therapie. Die Therapieformen werden immer individuell auf die Patientin bzw. den Patienten abgestimmt.
Martin.Haering@awo-sachsenanhalt.de
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Aufnahmemanagement
Telefon 039343 92-1170
Sozialdienst
Telefon 039343 92-2191
Station 14 oben
Telefon 039343 92-3142
Im Haus 13 werden vor allem Menschen behandelt, deren Gefühlsleben beeinträchtigt ist, oder die unter starken Stimmungsschwankungen leiden (affektive Erkrankungen).
Neben klassischen therapeutischen Verfahren wie Psychotherapie und der Behandlung durch Medikamente bieten wir besondere Therapieverfahren an. Dazu gehört beispielsweise die repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS) oder die Elektrokrampftherapie. Bei der rTMS werden magnetische Stimulationspulse erzeugt, die dann ausgewählte Bereiche des Gehirns anregen.
Martin.Haering@awo-sachsenanhalt.de
psychiatrie.fkh@awo-sachsenanhalt.de
Station 13
Telefon 039343 92-3131
Sozialdienst
Telefon 039343 92-2191
In Haus 8 werden Patientinnen und Patienten im Alter von 18 bis 60 Jahren mit geistiger und seelischer Behinderung unterschiedlicher Ausprägung zur Krisenintervention sowie zur zeitlich begrenzten Behandlung aufgenommen. Die Patientenzimmer, Therapieräume und weitere Funktionsräume sind in ihrer Ausstattung und Gestaltung ganz auf die Anforderungen von Menschen abgestimmt, die von Intelligenzminderung betroffen sind. Das freistehende Haus bietet großzügige Ein- und Zweibettzimmer und eine moderne Ausstattung mit Snoezelraum, Sport-/Spielzimmer mit Bällebad, heilpädagogischer Therapieraum. Die geschlossene Abteilung verfügt über 12 Behandlungsplätze.
Die Arbeit auf unserer Station orientiert sich an einer pädagogisch-psychiatrisch-pflegerischen Tätigkeit. Wesentliches Element unserer Arbeit mit behinderten Menschen und seelisch Erkrankten ist, dass wir uneingeschränkt auf die Persönlichkeit des Einzelnen eingehen und die Patientin bzw. den Patienten mit all seinen Stärken und Schwächen sowie mit seinen Bedürfnissen wahrnehmen und akzeptieren.
Therapieprogramm
Neben der verhaltenstherapeutisch orientierten Psychotherapie erfolgt eine Optimierung der medikamentösen Therapie. Zu unserem umfangreichen Therapieprogramm zählen:
Abgestimmt auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten auf unserer Station verfügen wir über spezielle Räumlichkeiten:
Therapieziele
Patientinnen und Patienten erhalten auf dieser Station spezielle psychiatrische, psychologische und pädagogische Therapieangebote mit einem Lern- und Handlungsrahmen, der für die Betroffene bzw. den Betroffenen überschaubar und verständlich ist.
Behandlungsziele sind das Erlernen und Festigen von sozialen und Alltagskompetenzen und Selbstregulationsstrategien sowie eine Verbesserung der Selbstpflegefähigkeit und damit der Lebensqualität.
Martin.Haering@awo-sachsenanhalt.de
psychiatrie.fkh@awo-sachsenanhalt.de
Aufnahmemanagement
Telefon 039343 92-1170
Sozialdienst
Telefon 039343 92-2241
Station
Telefon 039343 92-3081
Als Außenstellen des AWO Fachkrankenhauses Jerichow leisten unsere vier psychiatrischen Tageskliniken an den Standorten Burg, Gommern, Havelberg und Jerichow mit 80 Plätzen einen wichtigen Beitrag zur Behandlung psychiatrisch kranker Menschen. Sie stellen für viele Patientinnen und Patienten eine Alternative oder Ergänzung zum stationären Klinikaufenthalt dar, der dadurch in manchen Fällen vermieden oder zumindest verkürzt werden kann. Eine teilstationäre Behandlung bedeutet: Tagsüber sind die Patientinnen und Patienten in der Tagesklinik, abends und nachts sowie an den Wochenenden können sie in ihrem gewohnten Zuhause verbringen.
Zuarbeit folgt: TMS + EKT
Die AWO Psychiatrische Tagesklinik für Erwachsene in Burg befindet sich zentral gelegen in der Kirchhofstraße 5, nur 500 Meter vom Bahnhof entfernt. Es stehen 30 Behandlungsplätze zur Verfügung. Zurzeit gibt es drei Gruppen für verschiedene Störungsbilder, wobei eine Gruppe eher älteren Menschen vorbehalten ist.
Die Patientinnen und Patienten kommen montags bis freitags von 8:00 bis 15:30 Uhr zu den Therapien, die auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt sind. Ihnen steht ein multiprofessionelles Team aus Ärztinnen und Ärzten, Psychologinnen und Psychologen, Krankenschwestern, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie Therapeutinnen und Therapeuten zur Seite.
Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Aufnahmetermin in der Tagesklinik.
AWO Tagesklinik Burg
Kirchhofstraße 5, 39288 Burg
Telefon 03921 484490
Fax 03921 4844920
tagesklinik.burg@awo-sachsenanhalt.de
Montag bis Donnerstag: 7:30-15:30 Uhr
Freitag: 7:30-14:00 Uhr
Die AWO Psychiatrische Tagesklinik für Erwachsene in Havelberg befindet sich zentral gelegen in der Genthiner Straße 17. Es stehen 15 Behandlungsplätze zur Verfügung.
Zu unseren Therapieangeboten gehören:
Bitte vereinbaren Sie vorab ein Erstgespräch zur Aufnahme in der Tagesklinik.
Die Tagesklinik bietet den Patientinnen und Patienten Behandlungskonferenzen und Netzwerkgespräche im Offenen Dialog an. Netzwerkgespräche sind auch sektorenübergreifend für PIA-Patientinnen und -Patienten mit den Kolleginnen und Kollegen des APP und ABW möglich. Der Offene Dialog ist eine Gesprächsform, in der unterschiedliche Sichtweisen und Lebenserfahrungen wertschätzend und gleichberechtigt ausgetauscht werden. Er wurde in den 1980er und 1990er Jahren in Finnland (u.a. von Jaako Seikkula, Birgitta Alakare) zur bedürfnisangepassten Therapie akuter psychotischer Krisen entwickelt und beinhaltet Ansätze aus systemischer Therapie und anderen therapeutischen Schulen (u.a. Kommunikationstheorien, Konstruktivismus). Mittlerweile ist der Offene Dialog eine weltweit verbreitete Gesprächsform, welche in vielen therapeutischen Settings diagnose- und sektorenübergreifend angeboten wird. Im Offenen Dialog können durch das Einbeziehen des sozialen Netzwerkes Betroffener (z. B. Angehörige, Kolleginnen und Kollegen, Freundschaften, professionelle Helfende etc. - Netzwerkgespräch) und vielstimmige Betrachtung einer Krisen- und Bedürfnislage hilfreiche Veränderungen für Betroffene psychischer Krisen erreicht werden. Im Rahmen von Behandlungskonferenzen können Patientinnen während des Gespräches durch das „Reflecting Team" (nach Tom Andersen) wertschätzende Sichtweisen aus dem Therapieteam zur Verfügung gestellt werden.
AWO Tagesklinik Havelberg
Genthiner Straße 17, 39539 Havelberg
Telefon 039387 5900 0
Fax 039387 5900 39
tagesklinik.havelberg@awo-sachsenanhalt.de
Montag bis Donnerstag: 8:00-16:00 Uhr
Freitag: 8:00-14:00 Uhr
Die AWO Psychiatrische Tagesklinik für Erwachsene in Gommern befindet sich zentral gelegen in der Magdeburger Straße 26b. Es stehen 15 Behandlungsplätze zur Verfügung.
Zu unseren Therapieangeboten gehören:
Bitte vereinbaren Sie vorab ein Erstgespräch zur Aufnahme in der Tagesklinik.
AWO Tagesklinik Gommern
Magdeburger Straße 26b, 39245 Gommern
Telefon 039200 66770
Fax 039200 667727
info.tkg@awo-sachsenanhalt.de
Montag bis Donnerstag: 8:00-16:00 Uhr
Freitag: 8:00-14:00 Uhr
Zu den therapeutischen Behandlungsmethoden gehören systemische und tiefenpsychologische Therapieansätze sowie soziotherapeutische Maßnahmen. Die systemische Therapie bringt Sichtweisen und Arbeitstechniken ein, die verschiedene psychotherapeutische Schulen und die unterschiedlichen Kompetenzen der einzelnen Berufsgruppen integrieren und den sozialen Kontext der Patientin bzw. des Patienten stärker mit einbeziehen. Das krankhafte Erleben wird grundsätzlich als verstehbare Reaktion auf unerträgliche und ungelöste Lebensprobleme aufgefasst. Die Bedeutung von (dysfunktionalen) Verhaltens- und Erlebensweisen wird in Abhängigkeit des jeweiligen Kontextes erfasst.
Unsere Arbeit richtet sich dabei immer am Behandlungsanliegen und -auftrag der Patientin bzw. des Patienten aus. Die therapeutischen Methoden werden entsprechend angepasst und werden in individualisierten Therapieplänen sowie der stetigen Beobachtung und transparenten Besprechung des Behandlungsprozesses abgebildet.
Bei vielen Therapieangeboten ist eine individuelle Gestaltung möglich.
Die therapeutische Gemeinschaft ist eine tragende Struktur unseres Behandlungsansatzes und gleichzeitig ein Reflexions- und Übungsfeld.
AWO Tagesklinik Jerichow
Johannes-Lange-Straße 20, 39319 Jerichow
Telefon 039343 921170
Fax 039343 92296
tagesklinik.jerichow@awo-sachsenanhalt.de
Montag bis Donnerstag: 7:30-16:00 Uhr
Freitag: 7:30-14:00 Uhr
Flyer der AWO Psychiatrischen Tagesklinik Jerichow – Haus 6
Flyer der AWO Psychiatrischen Tagesklinik Jerichow – Haus 12