Antwort des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V. auf den Offenen Brief zur Kita „Spatzennest“ in Köthen

, Magdeburg

Der Vorstand des AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. antwortet auf den offenen Brief aus der Kita "Spatzennest".

Liebe Kolleginnen und Kollegen der Kita „Spatzennest“ in Köthen,
liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
liebe Eltern,

wir möchten Ihnen zu Beginn unseren tiefen Dank aussprechen. Die integrative Kita „Spatzennest“ war über viele Jahre ein Ort, an dem mit großem Engagement, fachlicher Kompetenz und sehr viel Herzblut gearbeitet wurde. Die zahlreichen Rückmeldungen aus der Elternschaft, die große Beteiligung an der Petition und die vielen persönlichen Worte zeigen, wie wertvoll diese Einrichtung für die Familien in Köthen ist. Dafür danken wir Ihnen aufrichtig.

Uns ist bewusst, wie belastend die vergangenen Wochen für Sie waren und wie viele Sorgen und Fragen Sie bewegen. Wir nehmen diese auch als AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. sehr ernst.

In den vergangenen Monaten haben wir als Landesverband gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter und dem angrenzenden AWO Kreisverband Bitterfeld intensiv nach Lösungen für die Kita „Spatzennest“ gesucht. Wir haben Übernahmeoptionen geprüft, Gespräche mit dem Landkreis und der Stadt geführt, unterschiedlichste Szenarien abgewogen und den gesamten Prozess im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützend begleitet.

So schmerzlich dieser Schritt ist: Leider mussten wir am Ende feststellen, dass für uns unter den aktuellen wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen keine realistische Fortführungsmöglichkeit besteht.

Es ist uns dabei wichtig zu betonen, dass es trotz der herausfordernden Gesamtlage gelungen ist, für den Großteil der betroffenen Einrichtungen Fortführungsperspektiven zu eröffnen (ambulante Pflege, Kitas in Aken, besondere Wohnform für Menschen mit Beeinträchtigung, Beratungsstellen).

Wir wissen, dass dieses Ergebnis insgesamt nicht das ersetzt, was sich viele von Ihnen gewünscht haben.

Wir werden den Insolvenzverwalter bei den anstehenden Übergangsprozessen weiterhin unterstützen, um bestmögliche Lösungen für die Menschen vor Ort zu erarbeiten.

 

Wir bedanken uns ganz ausdrücklich für Ihr Engagement.

Mit freundlichen Grüßen

Hendrik Hahndorf   Vorsitzender

Steffi Schünemann  Vorständin Verband und Sozialpolitik

 

Zurück zur Übersicht

Weitere Beiträge, die Sie interessieren könnten

Zeichen für Demokratie und Zusammenhalt

Großdemonstration und Demokratiefestival des Bündnisses „Sachsen-Anhalt. Weltoffen!“ bilden erfolgreichen Abschluss der Kampagne „Wir haben die Wahl!“

AWO verteidigt Meinungsfreiheit in der Sozialarbeit

AWO zur Androhung vertragsrechtlicher Konsequenzen durch die Stadt Magdeburg: Wir werden weiter für die Meinungsfreiheit in der sozialen Arbeit kämpfen!

 

Wie die Jüdin Maria Schubert auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt blickt

In Woche sechs der Aktionswochen der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege ging es um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Jüdin Maria Schubert lebt seit 1992 in Magdeburg. Sie erzählte, wie es ihr in diesen Tagen ergeht.

LIGA startete sechste Aktionswoche zum Thema gesellschaftlicher Zusammenhalt

Im Rahmen der sechsten Aktionswoche nahm die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt das Thema gesellschaftlicher Zusammenhalt in den Fokus.

Vorschläge des AWO Bundes zur Umsetzung der Sozialstaatsreform

Im Auftrag des AWO Bundesverbandes hat das ifo-Institut ausgearbeitet, wie die Zusammenlegung von Sozialleistungen so gestaltet werden kann, dass Armut reduziert und
Erwerbstätigkeit stärker gefördert wird.

LIGA startete fünfte Aktionswoche zum Thema Freiwilligendienste & Beratungsdienste

Im Rahmen der fünften Aktionswoche nahm die LIGA der Freien Wohlfahrtspflege Sachsen-Anhalt das Thema Freiwilligendienste & Beratungsdienste in den Fokus.