Alle Kliniken brauchen Sicherheit

Magdeburg,

Die AWO schließt sich dem Appell der Deutschen Krankenhaus­gesellschaft an, dringend die corona-bedingten wirtschaftlichen Probleme der Krankenhäuser zu lösen und die Patienten­versorgung in spezialisierten Häusern nicht aus den Augen zu verlieren.

 

Die AWO ist Trägerin des AWO Fachkrankenhauses Jerichow, des AWO Psychiatriezentrums Halle und des AWO Krankenhauses Calbe. Wir möchten uns dringend dem „Appell der Deutschen Krankenhausgesellschaft und aller Landeskrankenhausgesellschaften an die Bundesregierung und die Länder zur Lösung der wirtschaftlichen Probleme der Krankenhäuser und Sicherstellung der Patientenversorgung in der aktuellen Corona-Pandemie“ anschließen und insbesondere auf die Situation in unseren spezialisierten Häusern hinweisen.

Die Mitarbeitenden unserer Krankenhäuser leisten derzeit Enormes bei der Erfüllung des Versorgungsauftrages und versuchen unter den herausfordernden Bedingungen eine optimale Versorgung der Patient*innen aufrecht zu erhalten. Dabei sind ältere Menschen und Menschen mit psychischen Erkrankungen gerade jetzt auf die besondere Unterstützung angewiesen. Psychisch erkrankte Menschen brauchen den besonderen Schutz der Gesellschaft, gerade in Krisenzeiten. Niemand kann derzeit voraussagen, ob und wann es wieder eine Normalität im Sinne der „Vor-Pandemiezeit“ gibt und wie diese dann aussehen wird. Das Pandemiegeschehen wird eine Normalisierung des Krankenhausgeschehens auf einen nicht absehbaren Zeitraum in Frage stellen. Eines ist jedoch jetzt schon klar, es wird erhebliche Auswirkungen auf das derzeitige und zukünftige Versorgungssystem geben. Die optimale Versorgung psychisch kranker Menschen wird jetzt und in Zukunft maßgeblich zur Stabilisierung während und nach der Pandemie beizutragen haben. Es ist deshalb umso wichtiger, die stabile Versorgungslandschaft sicher zu stellen.

Die Probleme sind bekannt und vielfältig bereits von der DKG beschrieben: notwendige Verschiebung planbarer Behandlungen und Eingriffe, Zurückhaltung Patienten bei der Inanspruchnahme von Krankenhausleistungen, zusätzlich erforderliche Hygienemaßnahmen, Ausfall von Personal, Erlösausfälle in den Ambulanzen, hohe Mehrkosten im Zusammenhang mit der Versorgung von COVID-19-Patienten.

Die AWO appelliert an die politischen Entscheidungsträger auf Bundes- und Länderebene, die Rettungsschirmausgleiche für alle Kliniken mit direkten und schnellen Liquiditätshilfen einzusetzen im Sinne des von der DKG vorgeschlagenen Maßnahmenpaketes vom 18.12.2020.

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