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Magdalena

Coronavirus - Beratungsstelle Magdalena bleibt erreichbar

Magdeburg,

Auch Prostitutionsstätten sind von den Maßnahmen zur Eindäm­mung der Covid-19-Pandemie betroffen. Magdalena, die mobile Beratung für Sexarbeiter*innen, sucht nach Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung.

 

Ab dem 18.03.2020 sind laut der Verordnung der Landesregierung zur Eindämmung des Coronavirus alle Prostitutionsstätten (Bordelle, Wohnungen, Escort, Laufhäuser etc.) im Land Sachsen-Anhalt voraussichtlich bis zum 19. April 2020 zu schließen. Magdalena, die mobile Beratung für Sexarbeiter*innen, recherchiert nach möglichen Unterstützungsmöglichkeiten für die Klient*innen.

Wer Zugang zum deutschen Sozialsystem hat, kann einen Antrag auf Grundsicherung (SGB II) stellen. Empfehlenswert ist es, die zuständige Behörde vorher zu kontaktieren. Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle unterstützen gern telefonisch bei der Antragsstellung.

Soforthilfen für Selbstständige sind ab sofort bei der Investitionsbank des Landes Sachsen-Anhalt zu beantragen. Mit dem Programm „Sachsen-Anhalt ZUKUNFT Die Corona-Soforthilfe“ unterstützen der Bund und das Land Sachsen-Anhalt alle Selbstständigen bei der Überbrückung von finanziellen Schwierigkeiten. Darunter fallen auch die Tätigkeiten im Prostitutionsgewerbe. Ab Montag, dem 30.03.2020 bis einschließlich 31.05.2020 ist die Soforthilfe auf der Seite der Investitionsbank online zu beantragen.

Selbstständige, die offiziell von Quarantäne betroffen sind, haben Anspruch auf Entschädigung.

Der Berufsverband für erotische und sexuelle Dienstleistungen e. V. (BesD) hat einen Corona-Notfallfonds für Sexarbeiter*innen bereitgestellt, mit welchem Wohnraum und Ernährung sichergestellt werden können. Dieser richtet sich ausschließlich an Sexarbeitende, die voraussichtlich nicht auf staatliche Hilfsfonds oder –darlehen Zugriff haben.

Seit dem 20. März 2020 bis vorerst 14.April 2020 ist der Grenzübertritt an den Landgrenzen zu Österreich, Frankreich, Luxemburg, Dänemark und der Schweiz nur noch an bestimmten Grenzübergangsstellen möglich. Auch der innereuropäische Zug- und Flugverkehr ist zum Teil eingeschränkt. Unter Umständen können Rückreisen von ausländischen Staatsangehörigen in ihre Heimatländer realisiert werden.

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle unterstützen gern telefonisch bei der Antragsstellung von Soforthilfen, Sozialleistungen, Notfallgeldern oder Rückreisewünschen und beraten in allen weiteren Fragen.

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