Anschlag in Halle: Rechtsradikalismus endlich bekämpfen

Magdeburg,

Wir trauern um die ermordeten Menschen. Dieses erschütternde Ereignis verstehen wir als Aufruf, sich vielfältig für die Demokratie und für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen und Religionen einzusetzen.

 

LIGA der Freien Wohlfahrtspflege zum Anschlag in Halle: Plurale Gesellschaft und Demokratie brauchen unsere Unterstützung

Wolfgang Schuth, Vorstandsvorsitzender des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt und Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt, erklärt:

„Die Verbände der Freien Wohlfahrtspflege in Sachsen-Anhalt e. V. verurteilen den gestrigen Anschlag auf die jüdische Gemeinde in Halle, der ein Angriff auf das jüdische Leben und damit auf die religiöse Vielfalt in unserer Region ist. Wir sind erschrocken über den blinden Hass, der ohne Mitgefühl zufällige Opfer auswählt und kaltblütig Menschen tötet. Mit Mitteln der Gewalt versuchen Rechtsradikale ihre menschenverachtende Weltsicht durchzusetzen. Dies lehnen wir deutlich ab! Denn wir LIGA-Verbände stehen für eine plurale und offene Gesellschaft, die ihre Konflikte nach demokratischen Regeln aushandelt!

Die LIGA trauert mit den Angehörigen um die Opfer solch sinnloser Gewalt. Unser Mitgefühl gilt ihnen und der jüdischen Gemeinde. Dieses erschütternde Ereignis verstehen wir als Aufruf, sich vielfältig für die Demokratie und für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen und Religionen einzusetzen.“

AWO Bundesverband zum Anschlag in Halle: Rechtsradikalismus endlich entschlossen bekämpfen

Zum Anschlag auf eine Synagoge in Halle erklärt der Vorstandsvorsitzender des AWO Bundesverbandes, Wolfgang Stadler: „Wir sind zutiefst erschüttert über den antisemitischen Anschlag in Halle. Wir trauern um die ermordeten Menschen und mit ihren Angehörigen. Unsere Solidarität gilt ihnen und der jüdischen Gemeinde. Es ist abscheulich, dass Rechtsradikale in Deutschland wieder Synagogen stürmen und jüdische Menschen töten wollen. Wer bei dieser entsetzlichen Gewalttat von „Alarmsignalen“ und Einzeltätern spricht, ignoriert oder verharmlost, was seit Langem offensichtlich ist: Rechte Hetzer und Gewalttäter agieren immer unverfrorener gegen unser friedliches Zusammenleben. Die Duldung rechter Grenzverletzungen in den zurückliegenden Jahren ist mitverantwortlich für ein Klima, in dem Menschen sich zu solchen Taten berufen fühlen. Die Trägheit von Politik und Gesellschaft angesichts dieser Bedrohung ist ein Skandal. Sie kostet Menschenleben! Wir müssen unsere Mitmenschen schützen und unser friedliches Zusammenleben: Rechtsradikalismus muss endlich konsequent und entschlossen bekämpft werden."

Die AWO in ganz Deutschland ist tief erschüttert über den abscheulichen Angriff auf die Synagoge in Halle und den Versuch, jüdische Menschen in Deutschland zu töten. Unsere Organisationen wurden von den Nazis 1933 verboten und zerschlagen. In dieser Verbundenheit können Sie sich unserer Solidarität stets sicher sein. Unser Wunsch wäre es, die gesamte Wohlfahrtspflege im Kampf gegen Rechtsradikalismus, Antisemitismus und Rassismus zu vereinen.

Trauer auch in unseren Einrichtungen, beispielsweise in Magdeburg im Hilde-Ollenhauer-Haus, AWO Seniorenzentrum Reform. Angesichts der traurigen Nachricht aus Halle kondolieren Bewohner*innen, Mitarbeitende und Besucher*innen.

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