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Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Demenz - wir müssen reden!

Magdeburg,

Rund um den Welt-Alzheimertag und die Woche der Demenz vom 21. bis 27. September finden viele Aktionen statt, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

 

AWO informiert vor Ort und virtuell über das Krankheitsbild Demenz

Am 21. September beginnt die Woche der Demenz. Dann wird die AWO mit vielen weiteren Einrichtungen, Organisationen und Institutionen rund um die Krankheit berichten, Informationen bereitstellen und Hilfestellungen geben. Damit sollen das Verständnis und die Unterstützung für Betroffene und pflegende Angehörige gefördert werden. So lädt das AWO Seniorenzentrum Zerbst Haus Am Frauentor , Friedrich-Naumann-Straße 2 am Dienstag, den 22. September, von 14:00 bis 17:00 Uhr zu einem Tag der offenen Tür rund um das Thema Demenz ein.

Das AWO Alten- und Pflegezentrum „Am Kleers“in der Gartenstraße 38 in Quedlinburg informiert am Montag, 21., Mittwoch, 23., und Freitag, 25. September, jeweils von 14:00 bis 16:00 Uhr mit einem Informationsstand umfassend über das Thema Demenz. Interessierte erhalten Informationsmaterial und können sich in fünf Erklärfilmen über die Erkrankung aufklären lassen.

Auch in den sozialen Medien und virtuell ist die AWO zum Thema aktiv. Die AWO Online-Pflege-und Seniorenberatung nimmt den Weltalzheimertag zum Anlass, am 24. September einen Expert*innen-Chat zum Thema „Demenz trifft auf sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ anzubieten Der Chat findet Donnerstag, 24. September 2020 in der Zeit von 14:30 bis 16:00 Uhr statt. Interessierte Teilnehmer*innen können über die awo-pflegeberatung.de-, auch ohne Registrierung, den Expert*innen-Chat betreten und Ihre Fragen an die Expertin richten. Schon jetzt können Fragen im Vorfeld gestellt werden. Die Expertin gibt ihre Antwort im Chat.

Dieses Jahr steht die Aktions-Woche unter dem Motto „Demenz - wir müssen reden!“. Denn noch immer ist die Krankheit ein Tabu. Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sollen sich nicht mehr verstecken müssen. Demenziell veränderte Menschen verhalten sich anders, sie fallen auf. Nicht selten wenden sich Freunde und auch Angehörige ab, weil sie nicht mit dieser Krankheit umzugehen wissen. Demenz ist für Betroffene eine Herausforderung und für die Gesellschaft. Auch Menschen mit Demenz haben ein Recht auf gemeinsame Aktivitäten, einen möglichst selbstbestimmten Alltag und Teilhabe. Um auf die an Demenz erkrankten Menschen aufmerksam zu machen, findet seit 1994 der Welt-Alzheimertag am 21. September statt. Auch in Deutschland geht es darum, die Öffentlichkeit für die Situation der rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu sensibilisieren.

Demenz ist in höherem Lebensalter die häufigste Ursache der Pflegebedürftigkeit. Viele Menschen, die mit dem Krankheitsbild konfrontiert werden, haben Ängste, selbst einmal betroffen zu sein. Hoffnung verspricht die am 1. Juli durch das Bundeskabinett verabschiedete Nationale Demenzstrategie. Sie beschreibt langfristige Ziele, die in einem breiten Bündnis bundesweit umgesetzt werden sollen. Vorgesehen ist unter anderem, die nachbarschaftliche Hilfe über Förderprogramme der Länder zu stärken und die Öffentlichkeit für Menschen mit Demenz zu sensibilisieren.

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