Magdalena trifft Christopher - Mobile Beratung für Sexarbeiter*innen am 24. August beim CSD in Magdeburg

Magdeburg,

Der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. nimmt mit seiner Beratungsstelle für Sexarbeiter*innen magdalena am Stadtfest anlässlich des Magdeburger Christopher Street Days am 24.8.2019 teil.

 

 

AWO bekundet Solidarität mit der LSBTIQ-Community und ihrem Kampf um Gleichberechtigung und gesellschaftliche Anerkennung

Auch in diesem Jahr nimmt der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V am 24. August am Christopher Street Day in der Landeshauptstadt Magdeburg teil, um Solidarität und Anerkennung für die Menschen der LGBTQ-Gemeinschaft zu bekunden. Die Beratungsstelle Magdalena wird ab 12:00 Uhr beim Stadtfest auf dem Alten Markt mit einem Stand und Informationsmaterial vertreten sein.

„Seit ihrer Gründung steht die Arbeiterwohlfahrt für den Kampf gegen Benachteiligung, Diskriminierung und für eine vielfältige offene Gesellschaft und unterstützt ausdrücklich auch das diesjährige Motto des CSD „DEINE RECHTE WA(H)REN?!“, so Steffi Schünemann, Vorständin Verband und Sozialpolitik des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V. „Die AWO engagiert sich landesweit mit unzähligen Projekten aktiv gegen ein gleichstellungspolitisches Rollback und gegen das Erstarken von rechtspopulistischen Bewegungen.“

Am Infostand informieren die Mitarbeiterinnen über die Arbeit der Beratungsstelle magdalena und beantworten Fragen zu ihrem Arbeitsfeld. Dazu können Interessierte ihr Wissen zum CSD und verwandten Themen an einem Glücksrad testen oder an der Buttonmaschine kreative Botschaften gestalten.

Die Beratungsstelle Magdalena berät seit 2016 Sexarbeiter*innen in der aufsuchenden Arbeit. „Die AWO-Beratungsstelle Magdalena spricht ausdrücklich auch Trans*Gender in der Sexarbeit an“, so Steffi Schünemann. Die Beratungen sind anonym und kostenfrei. Die zwei Mitarbeiterinnen beraten und informieren zu Anmeldeverfahren nach dem Prostituiertenschutzgesetz, zu Krankenversicherung, Sozialleistungen sowie Aufenthaltsbestimmungen. Die Sozialarbeiterinnen begleiten und unterstützen beim Ausstieg, bei beruflicher Neuorientierung, bei Behördengängen und bei persönlichen Krisen.

Hintergrund CSD:
Der Christopher Street Day (CSD) steht im Zeichen der Solidarität mit Queer*Personen und für den Kampf gegen Diskriminierung und Stigmatisierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transmenschen (LGBT). Beinah in jeder großen Stadt Deutschlands finden jährlich die CSD-Demonstrationen und Umzüge statt.
Der CSD erinnert an den Tag am 28.06.1969 in der New Yorker Christopher Street. Das war der erste Protest in den USA von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen Polizeiwillkür. Schon nach einem Jahr nach der gewaltsamen Auseinandersetzung mit den Behörden gingen über tausende Menschen auf die Straßen von New York und forderten Gleichberechtigung und Akzeptanz für die LGBTQ-Gemeinschaft. Die deutsche Schwulenbewegung griff ab 1979 die Idee des Christopher Street Days auf. Die im selben Jahr in Berlin und Bremen veranstalteten Paraden weckten vor allem in den schwulen Szenen ein großes Interesse. Diesem Beispiel folgten dann Hamburg und München. Ab den 1990er Jahren kamen weitere Großstädte, wie zum Beispiel Magdeburg, dazu.

Informationen zum CSD Magdeburg 2019

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