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Gedenken an AWO Gründerin Marie Juchacz

Magdeburg,

Am 15. Februar wird Geschichte der Weimarer Republik von vor 100 Jahren lebendig: Die historische Rede der ersten weiblichen Abgeordneten vor einem deutschen Parlament erlebt beim AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. eine Renaissance.

 

 

"Meine Herren und Damen..." Einladung zur Aufführung der historischen Rede Marie Juchacz

Mit „Meine Herren und Damen…“ beginnt die historische Rede, die Marie Juchacz am 19. Februar 1919 als erste weibliche Abgeordnete vor einem deutschen Parlament hielt. Für diese Rede in der Weimarer Nationalversammlung ging sie in die Geschichte ein. Die SPD-Abgeordnete erhielt bei der Premiere viel Zustimmung und Beifall aus den eigenen Reihen. Doch der Präsident musste auch mit der Glocke eingreifen, da die Unterhaltung hinter dem Präsidialtisch mit einer derartigen Lebhaftigkeit geführt wurde, dass die Rednerin teilweise nicht zu verstehen war.

Am 15. Februar 2019, wenige Tage vor dem 100. Jahrestag dieses Ereignisses, wird der Marie-Juchacz-Saal in der AWO Landesgeschäftsstelle im Seepark 7 zur Bühne der Weimarer Nationalversammlung. Der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. lässt die Geschichte lebendig werden und stellt die historische Rede Marie Juchacz nach. Zu dieser besonderen Veranstaltung im AWO Jubiläumsjahr sind Interessierte herzlich eingeladen. Wir bitten nach Möglichkeit um Rückmeldung telefonisch unter 0391 99977 722 oder per E-Mail an kommunikation@awo-sachsenanhalt.de

Programm Aufführung Juchacz-Rede am 15. Februar in Magdeburg:

  • 15.30 Get together
  • 16.00 Begrüßung und Eröffnung
  • 16.30 Rede Marie Juchacz
    Stephanie Hottinger Schauspielerin aus dem Hallenser Kabarettensemble „Die Kiebitzensteiner“
  • 17.00 Geschichtliche Einordnung
    Prof. Dr. Wolfgang Benz, Historiker und Vertreter der Vorurteilsforschung

AWO Vorstand Wolfgang Schuth: „Wir gedenken der AWO-Initiatorin Marie Juchacz, die das Frauenwahlrecht miterstritten und als erste Frau im Reichstag gesprochen hat. Die Arbeiterwohlfahrt besinnt sich im bundesweiten Jubiläumsjahr nicht nur auf die Vorsätze im Gründungsjahr 1919, sondern auf aktuelle Themen. Auch im Jahr 2019 sind die Anliegen, mit denen Marie Juchacz 1919 die Arbeiterwohlfahrt gegründet und ihr Selbstverständnis und ihren Anspruch geprägt hat, wie Frauenrechte, Vielfalt, Teilhabe, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Solidarität, die Themen, für die sich die AWO engagiert.

Unter dem Motto 100 Jahre AWO – Erfahrung für die Zukunft – startet die AWO in ihr 100. Jubiläumsjahr. Mit ihrer annähernd 100-jährigen Geschichte zählt sie zu den ältesten Wohlfahrtsverbänden in Deutschland.

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