Petition: Zukunft sichern - Jugendarbeit vor Ort retten!

Magdeburg,

Der AWO Kreisverband Salzland e.V. in Sachsen-Anhalt muss ab 01.07.2019 einen seiner Jugendclubs schließen. Grund ist die unter­finanzierte offene Kinder- und Jugendarbeit. Nun ist eine Petition gestartet.

 

Zukunft sichern: Jugendarbeit vor Ort retten!

Die Situation der Kinder- und Jugendarbeit in den Landkreisen und kreisfreien Städten in Sachsen-Anhalt hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Einrichtungen wurden geschlossen - wie zuletzt ein Jugendclub des AWO Kreisverbandes Salzland e.V. - oder stehen kurz vor der Schließung. Im Jerichower Land hat sich die Zahl der Einrichtungen in den letzten zehn Jahren halbiert. Damit wird Kindern und Jugendlichen vielerorts der letzte Raum für eine gemeinsame Freizeitgestaltung genommen. Die Fachkräfte leiden unter Arbeitsdruck, unsicheren Zukunftsperspektiven und mangelnder Wertschätzung. Das von Landesebene derzeit im Rahmen des Kinder- und Jugendhilfegesetzes bereitgestellte Geld zur Förderung reicht nicht aus, um eine zukunftssichere Jugendarbeit zu ermöglichen.

In der Petition werden daher die Mitglieder des Landtages und die Landesregierung aufgefordert, sich aktiv zur Kinder- und Jugendarbeit auf kommunaler Ebene zu bekennen und langfristige Investitionen in die Jugendförderung zu tätigen.

Dies bedeutet konkret:
• drei Millionen Euro zusätzlich für die kommunale Jugendarbeit im Landeshaushalt bereitzustellen, insb. zur Absicherung bisheriger Angebote, für Investitionen in Einrichtungen und zur Unterstützung des ländlichen Raums;
• dynamischer Anstieg der Jugendförderung um 2,5 % jährlich zur Wertschätzung der Fachkräfte;
• die Einführung eines Flächenfaktors, um den besonderen Bedingungen von ländlichen Räumen endlich Rechnung zu tragen.

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