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Zwei Frauen schauen in ein Buch und lachen auffällig stark.

Start der AWO Pflege-Clown-Ausbildung am 27. Juli 2019

Magdeburg,

Am Samstag, 27. Juli, startete in Magdeburg der erste von insgesamt drei Workshops für die ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen der AWO, die sich dieses Jahr zu sogenannten Pflege-Clowns ausbilden lassen.

 

13 Pflege-Clown-Schüler*innen wollen sich rote Nasen verdienen

„Ihr werdet am Ende dieses Tages andere Menschen sein!“ - mit diesem Einstiegssatz eröffnete die Trainerin am Samstagmorgen die Ausbildung. Schmunzeln, Erstaunen, Unverständnis bei den Angehenden Clown-Schüler*innen. Was sollte nach sieben Stunden Ausbildung in einem Projekt der AWO Ehrenamtsakademie schon groß anders sein als vorher?

13 Pflege-Clown-Schüler*innen haben am 27.07.2019 in Magdeburg den Schritt gewagt die Ausbildung zu beginnen an deren Ende sie ihr Wissen in AWO Seniorenzentren praktisch anwenden können. Sie kommen aus ganz Sachsen-Anhalt, um diese Chance wahrzunehmen – die Projektstandorte werden vorerst Barby, Magdeburg, Halle und Naumburg sein.

 Die Vorstellungen der Teilnehmenden gingen teilweise auseinander. Die meisten hatten vorher kaum Berührungspunkte zur Clownerie. Was jedoch alle einte, waren das Interesse am neuen Themenfeld sowie die Möglichkeit, Neues auszuprobieren und sich selbst weiterzuentwickeln. Gute Laune - das sollte doch im Mittelpunkt der Ausbildung stehen. „Man hat aber auch mal Scheißtage und da möchte man nicht gesagt bekommen, dass der Tag ein schöner ist“, so Vera Apel-Jösch, Pflege-Clown-Trainerin. Ein Recht auf „Nicht-Bespaßung“ bei zu Pflegenden und Patient*innen -  das war für einige Teilnehmende eine Überraschung. Aber genau das bildet den entscheidenden Unterschied zu einem klassischen Zirkusclown: Kein festes Bühnenprogramm, keine Standards. Jeder Tag, jede*r Bewohner*in - immer gilt es, sich auf eine neue Situation einzustellen.

Improvisation ist der Schlüssel

Improvisation - das war der Themenschwerpunkt des ersten Moduls der dreiteiligen Ausbildung. Spontanes Wechseln von Sprache oder einer Rolle - das ist der Schlüssel, um sich auf die Gefühlslagen anderer Menschen einzustellen. Dazu braucht es Übung. Und die gab es reichlich: Bei den Impro-Talkshows in Clownsprache zur „Selbstbefruchtung beim Mann“ oder „Ein Leben mit Hühnerfüßen“, bei Gedichten in Hexensprache, bei neu interpretierter Rap- oder Opernmusik. Da blieb kein Auge trocken. Viele entdeckten völlig neue Seiten und Talente an sich. Und als die Veranstaltung am späten Nachmittag um 17.15 Uhr zu Ende ging, waren die auferlegten Hausaufgaben kein Grund, sich nicht auf das nächste Modul am 24. August zu freuen. Und tatsächlich hatten die meisten angehenden Pflege-Clowns das Gefühl, dass etwas anders war als vorher.

"Und wo ist die rote Nase?", fragen sich einige bestimmt: Die gilt es sich zu verdienen und steht als optisches Erkennungsmerkmal am Ende der Ausbildung. Ein Arzt bekommt den weißen Kittel auch nicht am ersten Studientag!

 

 

Die AWO Pflege-Clowns sind ein von der AWO Ehrenamtsakademie entwickeltes und von der Glücksspirale gefördertes Engagementprojekt.

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