Mehrere Menschen in einem Raum diskutieren mit anderen Menschen, die auf einem roten Sofa sitzen

Talk auf dem roten Sofa: 100 Jahre Frauenwahlrecht

Burg,

Am Abend des 24. Juli lud der AWO Nachbarschaftstreff Burg dazu ein, das 100-jährige Jubiläum des Frauenwahl­rechts mit einer lebhaften Diskussions­veranstaltung zu würdigen - mit spannenden Ergebnissen.

 

Durch den Abend führte Cécile Weidhofer. Sie ist ehemalige Spitzenkandidatin der FDP für die Landtagswahl und arbeitet aktuell an verschiedenen Projekten der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft. Cécile Weidhofer gab einen inhaltlichen Input über die politische und gesellschaftliche Ausgangslage der Einführung des Frauenwahlrechts in Deutschland und ihre treibenden Kräfte. Es folgte eine historische Nachzeichnung der Entwicklung frauenpolitischer Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe von Frauen über die verschiedenen politischen und gesellschaftlichen Systeme der letzten 100 Jahre.

Politische Teilhabe- und Beteiligungschancen von Frauen

Cécile Weidhofer richtete den Fokus des Abends im AWO Nachbarschaftstreff Burg schnell auf das Thema Parität in allen gesellschaftlichen Teilbereichen, vor allem aber in den Parlamenten und kommunalen Vertretungen als drängendste Aufgabe frauenpolitischer Gleichstellungsarbeit aktuell. Diese Aufgabe ergebe sich vor allen Dingen daraus, dass bspw. der Anteil von Frauen im Deutschen Bundestag gesunken ist. Im Anschluss führte Cécile Weidhofer durch die Podiumsdiskussion, in der die Referentinnen interessante Einblicke in Erfahrungen ihrer politischen Arbeit sowie ermutigende Erfahrungen von Wirksamkeit und erschreckende Ausschlusserfahrungen geben konnten. Mit dem Plenum ergaben sich daraufhin interessante Diskussionen, die das Thema politische Teilhabe- und Beteiligungschancen von Frauen in den gesamtgesellschaftlichen Kontext von Benachteiligungen wie die Gender Pay Gap oder Mehrbelastung durch unentgeltliche Pflege- und Erziehungsarbeit einbetteten.

Eine wichtige Erkenntnis am Ende des Abends

Im Ergebnis stand die Erkenntnis, dass die Wahrnehmung, Präsenz und Anerkennung von Engagement für frauenpolitische Themen durch ein solches Jubiläum eine gesteigerte Aufmerksamkeit erfahren hat. Es ist nun an allen gesellschaftlichen Akteuren, dieses Momentum mitzunehmen, und die sich aktuell stellenden Herausforderungen und Aufgaben mit Nachdruck anzugehen.

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