100 Jahre AWO

100% Herzenssache

100 Jahre AWO

Am 13. Dezember 1919 brachte die Frauenrechtlerin und Sozialpolitikerin Marie Juchacz den Vorschlag zur Gründung einer sozialdemokratischen Wohlfahrtspflege erfolgreich im SPD-Parteiausschuss ein: Der Hauptausschuss der Arbeiterwohlfahrt wurde ins Leben gerufen. Damit beginnt die annähernd 100-jährige Geschichte der AWO, deren Jubiläum wir im im nächsten Jahr feiern wollen. 

Unter dem Motto "Echt AWO. Seit 1919. Erfahrung für die Zukunft" feiern alle AWO-Gliederungen und Einrichtungen in ganz Deutschland unser AWO-Jubiläum. Dabei begleiten uns fünf Kernthemen, wofür die AWO seit 100 Jahren kämpft. Gesicht der Kampagne ist AWO Gründerin Marie Juchacz.

Die AWO in Sachsen-Anhalt möchte das Jubiläumsjahr zum Anlass nehmen, um den Menschen zu zeigen, wofür wir als AWO stehen und kämpfen, was unsere fachliche Arbeit ausmacht, welche Geschichte wir mitbringen und welche Werte uns täglich tragen.
Diese Seite soll sich im Laufe des Jahres 2019 immer mehr mit Leben füllen.

Termine und Veranstaltungen

Eine Frau schreibt auf einem Blatt Papier

Über diesen Link geht es zu unserem Veranstaltungskalender mit einem Überblick über Aktionen, Events und Termine der AWO Sachsen-Anhalt.

Koordinator Verbandsjubiläum
Karsten Tiedemann
Assistent Verband und Sozialpolitik
Telefon 0391 99977-722

Aktionsmaterial anfragen und Fotos & Beiträge übermitteln:

#WIRMACHENWEITER

Auch auf der Jubiläumsseite des AWO Bundesverbandes www.100jahreawo.org lohnt es sich zu stöbern. Je näher die Jubiläumskampagne ihren Höhepunkt erreicht, desto mehr Veranstaltungstermine, weiterführende Informationen, Materialien, AWO Geschichten & Gesichter wird man dort finden. Macht mit und füllt die Webseite mit Leben! Mit Euren Erlebnissen, Eurem Engagement, Euren Positionen, Veranstaltungshinweisen, Stellungnahmen, Forderungen oder Portraits von haupt- und ehrenamtlichen AWO-Menschen. Die Grundidee einer Klammer von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft soll und darf gerne kreativ aufgegriffen werden: mit Rückblicken auf die Wurzeln, Terminen für Zukunftswerkstätten oder Geschichten über beispielhaftes Engagement im Hier und Heute.

Rede von Marie Juchacz am 19.02.1919 in der Nationalversammlung

Eine ältere Dame lächelt in die Kamera

Auszug:

„Meine Herren und Damen!“, so eröffnete die Abgeordnete Marie Juchacz ihre Rede in der Nationalversammlung und sorgte damit zunächst für Heiterkeit im Publikum.

„Es ist das erste Mal, daß in Deutschland die Frau als freie und gleiche im Parlament zum Volke sprechen darf, und ich möchte hier feststellen, und zwar ganz objektiv, daß es die Revolution gewesen ist, die auch in Deutschland die alten Vorurteile überwunden hat.

Die Frauen besitzen heute das ihnen zustehende Recht der Staatsbürgerinnen. Gemäß ihrer Weltanschauung konnte und durfte eine vom Volk beauftragte sozialistische Regierung nicht anders handeln, wie sie gehandelt hat. Sie hat getan, was sie tun mußte, als sie bei der Vorbereitung dieser Versammlung die Frauen als gleichberechtigte Staatsbürgerinnen anerkannte.

Ich möchte hier feststellen — und glaube damit im Einverständnis vieler zu sprechen—, daß wir deutschen Frauen dieser Regierung nicht etwa in dem althergebrachten Sinne Dank schuldig sind. Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist."

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» Die gesamte Rede lesen

Die Audio-Aufführung der Marie Juchacz Rede vom 15.02.2019

Am 15. Februar wurde die bekannte Rede der AWO-Gründerin Marie Juchacz in der Magdeburger Geschäftsstelle des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt durch Schauspielerin Stephanie Hottinger wieder lebendig. So verwandelte sich, wenige Tage vor dem Jahrestag des Ereignisses, der Marie-Juchacz-Saal des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e.V. in die historische Bühne der Weimarer Nationalversammlung 1919.