Projektrückblick 2013 bis 2014

Das Projekt „Aktivieren. Motivieren. Bestärken. Demokratie ist, was du draus machst!“ kann auf mittlerweile vier Jahre Demokratie- und Toleranzförderung im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“ zurückblicken. Es wurden hierbei viele Erfahrungen in der Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus in der AWO gesammelt.

Mit den Jahren erwuchs die Einsicht, dass die Rückbesinnung auf die wechselhafte Geschichte des Verbandes und ihrer sozialen und demokratischen Werte äußerst wirksam in der alltäglichen Arbeit gegen diskriminierende oder rassistische Vorkommnisse ist. Bis heute ist noch vielen unbekannt, dass die AWO in der Zeit des Nationalsozialismus verboten wurde. Jeder Versuch der faschistischen Gleichschaltung scheiterte! Aufgrund der freiheitlichen und demokratischen Haltung der AWO wurden viele Mitglieder verfolgt, eingesperrt oder ermordet. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnte die AWO lediglich im demokratischen bzw. westlichen Teil Deutschlands ihre Aktivitäten wieder aufnehmen. Bis 1990 wurde ihr jegliches Engagement in der DDR untersagt, da die Werte des Verbandes mit dem Gesellschaftsbild einer Diktatur nicht vereinbar sind.

Aus diesem Grund erhielt das Projekt 2013 eine neue Ausrichtung, die in gewisser Weise eine AWO-typische Antwort auf die Förderung von Demokratie, Zusammenhalt und Mitmenschlichkeit in unserer Gesellschaft ist. Im Rahmen der sogenannten werteorientierten Engagementberatung wurden Haupt- und Ehrenamt zusammengebracht, um AWO-Werte und Geschichte erlebbar zu machen und diese als MultiplikatorInnen in ihre Kreis- und Ortsverbände zu tragen.

Die Stärkung unserer Demokratie lebt durch die Bindung an Werte, die auf Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit ausgerichtet sind. Seit Bestehen der AWO sind diese Werte untrennbar mit dem eigenen Denken und Handeln im Verband verbunden. Diesen Anspruch in einer modernen und schnelllebigen Gesellschaft aufrecht zu erhalten und gerecht zu werden, ist eine Herausforderung für alle Menschen, die gegenwärtig und in Zukunft am Fortkommen der AWO mitwirken. Sowohl in der Unterstützung von Freiwilligen als auch beim Ehren- oder Hauptamt im Verband. Die AWO wird in dieser Sache nicht nachgeben und weiterhin Fürsprecherin für Demokratie und Toleranz sein!

Mehr wissenswertes zu den Inhalten und dem Verlauf des Projekts kann direkt in der Dokumentation für die Jahre 2013 bis 2014 eingesehen werden.