Eine eingehende Diagnostik dient der genauen Erkennung der Erkrankung und der Erfassung aller Symptome. Durch die ärztliche Aufnahmeuntersuchung wird eine erste diagnostische Einschätzung vorgenommen. Die Bedürfnisse der Patientin bzw. des Patienten und die für die Erkrankung optimale Behandlung werden ermittelt. Im ärztlichen/psychologischen Teil des Gespräches wird ein körperlicher und psychiatrischer Befund erhoben. In der pflegerischen Anamnese werden Fähigkeiten und Probleme erhoben, die die Grundlage für die Pflegeplanung bilden.
Durch weiterführende Diagnostik im Labor, Röntgen oder der Funktionsdiagnostik (EKG, EEG und andere) können diese Informationen ergänzt werden. Daraus ergeben sich die ärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Maßnahmen für die weitere Behandlung.
AWO Fachkrankenhaus Jerichow
Johannes-Lange-Straße 20, 39319 Jerichow
Telefon 039343 92-0
Zur Unterstützung der medizinischen und psychotherapeutischen Behandlung besteht ein breitgefächertes Therapieangebot. Die Patientinnen und Patienten werden durch das Fachpersonal der einzelnen Stationen entsprechend eines individuell auf sie abgestimmten Behandlungsplanes unter Berücksichtigung ihrer Fähigkeiten, Ressourcen und Wünsche in die unterschiedlichen Therapiebereiche eingeteilt. Durch das abwechslungsreiche Angebot kann speziell auf Bedürfnisse Einzelner eingegangen werden.
Ergo-, Bewegungs- und Kreativtherapien sind ein bedeutender Bestandteil des gesamttherapeutischen Konzeptes unserer Einrichtung und tragen wesentlich zur Förderung der Rehabilitation und Genesung der Patientinnen und Patienten bei. Die Therapien werden in dafür ausgestatteten Therapiegebäuden sowie in einzelnen Therapieräumen auf den Stationen durchgeführt. Weiterhin bieten wir unseren Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, den Fitnessraum, den Sportplatz als auch die örtliche Sporthalle zu nutzen.
Diese Therapieform wird eingesetzt bei Patientinnen und Patienten mit psychotischen, neurologischen und psychosomatischen Störungen sowie bei Abhängigkeitserkrankungen. In der Ergotherapie wird die Selbstwahrnehmung auf die Aktion gelenkt: auf das, was die bzw. der einzelne kann oder auch nicht kann, aber auch auf die Art und Weise, wie jemand etwas macht. Der Fokus liegt also auf Ressourcen und Defiziten, wobei es einmal um das Erkennen und Fördern und zum anderen um den Ausgleich geht.
Ergotherapie wird vornehmlich in Form von Gruppentherapien durchgeführt, kann aber bei Bedarf auch als Einzeltherapie angeboten werden. Die grundsätzlichen Ziele sind die Entwicklung, Erhalt und Verbesserung von:
Diese Möglichkeiten stehen unseren Patientinnen und Patienten zur Verfügung:
Kommunikative Bewegungstherapie ist die menschliche Begegnung mehrerer Personen, die unter Leitung einer Gruppentherapeutin bzw. eines Gruppentherapeuten mit Mitteln der Bewegung, des Ausdrucks, der gemeinsamen Handlung und des Lösens von vorgegebenen Aufgaben Beziehungen zueinander aufnehmen und gestalten. Diese Therapieform wird in der Psychosomatischen und in der Psychotherapeutischen Abteilung angeboten. Festes Schuhwerk und bequeme Kleidung sind dafür mitzubringen.
In dieser Therapieform soll sich die Patientin bzw. der Patient in seinem Tun kennen lernen und sein Verhalten kritisch hinterfragen und - wenn für ihn notwendig - verändern. Dafür werden Bewegungsübungen gewählt, die mit der jeweiligen Gruppensituation in Verbindung stehen, sowie Übungen, die individuell von Bedeutung sein können, wie z. B. Vertrauensübungen oder Konfliktaufgaben. Für die Durchführung der Gruppentherapie steht ein eigner Therapieraum zur Verfügung.
Nicht körperliches Training ist Ziel dieser Therapie, sondern in der Bewegung sich selbst und andere zu erleben.
In der Kunsttherapie versucht die Patientin bzw. der Patient über das Malen, Zeichnen, Gestalten mit Ton und anderen Materialien ihre bzw. seine inneren Bilder nach außen zu projizieren. Diese inneren Bilder können Gedanken, Gefühle, Ängste, Träume, Phantasien bewusst oder unbewusst sein. Der eigenschöpferische Prozess, das Ringen um einen individuellen Ausdruck und das Bewusstmachen innerer Prozesse in der Reflexion sind wesentlich. Über den kunsttherapeutischen Prozess können Ressourcen der Kreativität wieder neu entdeckt und belebt werden.
Bilder und Plastiken können betrachtet, berührt, verändert oder zur Seite gelegt werden. Sie bieten die Möglichkeit, Unaussprechliches in eine Form zu transportieren. Das entstandene Werk kann neu betrachtet, in seinen Zusammenhängen sowie seinem zurückliegenden Prozess erkannt und verstanden werden. Die therapeutische Arbeit findet in der Psychiatrie bei den unterschiedlichen Krankheitsbildern sowohl stabilisierend und stützend als auch reflektierend statt.
Die Kunsttherapie gestaltet sich nach Absprache im Team in Gruppen- und Einzeltherapien. Weitere Inhalte der Kunsttherapie sind: Arbeit mit ressourcenorientierten Imagination und Arbeit mit Symbolen. Theoretische Grundlagen der Kunsttherapie basieren sowohl auf Ich-stärkender Arbeit über den kunsttherapeutischen Prozess als auch auf Grundlagen der Tiefenpsychologie.
In der Maltherapie wird die Patientin bzw. der Patient mit einem vorgegebenen Thema konfrontiert, welches kreativ umgesetzt wird. Das entstandene Bild dient als Material für ein Gespräch in der Gruppe sowie für Einzelgespräche. Diese Methode wird genutzt, um der Patientin bzw. dem Patienten zu ermöglichen, mit sich selbst und mit anderen in Beziehung zu treten. Es werden Themen gewählt, die für die jeweilige Person sowie für die jeweilige Gruppensituation von Bedeutung sein können. Möglich sind ein individuelles Malen und Gestalten als auch in der Gruppe.
Jeder hat die Chance, sich selbst und seine Wirkung auf andere Menschen kennen zu lernen. Es ist eine weitere Möglichkeit, seine Gedanken und Gefühle auszudrücken. Folgende Techniken und Materialien kommen zum Einsatz:
Die Musiktherapie beinhaltet mehrere Therapieformen, die das Medium Musik unterschiedlich nutzen. Es geht dabei um Alltagsbewältigung und Verbesserung der individuellen Lebensqualität. Die Patientin bzw. der Patient steht mit ihren bzw. seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten im Mittelpunkt. Musiktherapie ist Teil des Gesamtkonzeptes der Behandlung und erfolgt in Abstimmung mit den anderen therapeutischen Angeboten. Weil Musik unmittelbar unsere Gefühle berührt, ist sie ein wichtiges therapeutisches Mittel.
Die Physiotherapie spielt eine wichtige Rolle für die Behandlung in der Neurologie und in Teilbereichen der Psychiatrie. Um Schmerzen zu lindern und das Körpergefühl zu verstärken, stehen im Haus 6a ein großes Therapiebecken, ein geräumiger Gymnastikraum mit Spiegeln und einer Faltwand zum Abteilen sowie separate Einzeltherapieräume zur Verfügung. Unsere Physiotherapie umfasst folgende physikalische Leistungen:
Krankengymnastik:
Massagen:
Hydrotherapie:
Elektrotherapie und Wärmebehandlung
Bei dieser Therapieform werden mit den Mitteln des Sports körperliche, psychische und soziale Funktionen ausgeglichen und wiederhergestellt. Sporttherapie wird für alle Stationen angeboten, deshalb sind bequeme Kleidung und Turnschuhe mitzubringen! Es geht dabei um:
Sporttherapie wird in Form von Gruppentherapien oder Einzeltherapien durchgeführt. Angeboten werden: Fitnesstraining, kleine und große Sportspiele, Nordic Walking, Yoga und Körperwahrnehmungstraining. Für die Sporttherapie stehen mehrere Räume zur Verfügung: Fitnessraum, Multifunktionssportplatz, Fitnessparcours und die Turnhalle im Ort.
Es zählt nicht die Leistung, sondern das Tun, sich einbringen und ausprobieren stehen im Vordergrund des Handelns!
Lassen Sie sich überraschen, neue Dinge auszuprobieren; wir sind für Vieles offen und freuen uns auf Sie!
Unsere Ernährungsberatung ergänzt die therapeutische Arbeit in unserem Fachkrankenhaus für Psychotherapie und Psychiatrie ganzheitlich. Wir begleiten Menschen mit ernährungsabhängigen Erkrankungen wie Adipositas , Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und besonderen diätetischen Anforderungen. Dabei betrachten wir Ernährung nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel von Körper und Psyche. Gerade bei Unverträglichkeiten und unspezifischen Beschwerden gehen wir möglichen Zusammenhängen zwischen seelischem Erleben und körperlichen Symptomen auf den Grund. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Behandlung von Essstörungen – darunter Anorexie, Bulimie, Binge-Eating und andere. Unsere Arbeit folgt einem Anti-Diät-Konzept, das den Druck von Regeln und Verzicht ablöst und den Weg zu einem gesunden, selbstbestimmten Essverhalten ebnet.
Das Team der Physiotherapie behandelt vorrangig Krankenhauspatientinnen und -patienten, steht aber auch dem ambulanten Bereich zur Verfügung. Unser vielfältiges Leistungsspektrum kann mit und ohne ärztliche Verordnung, dann auf privater Basis, in Anspruch genommen werden.
Für eine ambulante Behandlung oder eine Inanspruchnahme unserer Leistungen ohne Überweisungsschein vereinbaren Sie bitte einen Termin mit unserer Anmeldung unter Telefon 039343 92-2870. Sie können auch Behandlungsgutscheine bei uns erwerben. Unsere ambulante Physiotherapie umfasst folgende physikalische Leistungen: