Behandlungsangebote in der Psychosomatik

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Fachabteilung für Psychiatrie 2 – Psychotherapie

Psychotherapie ist eine wirksame und anerkannte Methode zur Behandlung psychischer Erkrankungen. Wir arbeiten vorwiegend tiefenpsychologisch fundiert unter Einbeziehung verhaltenstherapeutischer und gestalttherapeutischer Elemente. Wir versuchen zu verstehen und dem Patienten verstehbar zu machen, warum gerade er zu gerade diesem Zeitpunkt an gerade diesem Symptom leidet.

Dabei liegen die Wurzeln einer Erkrankung oder zwischenmenschlicher Probleme oft in der individuellen Lebensgeschichte. Die Auseinandersetzung damit und das Finden neuer, gesünderer Wege ist ein mühsamer und oft schmerzlicher Prozess, der Geduld und Mut erfordert. Eine medikamentöse Behandlung kann die Psychotherapie unterstützen. Das ist uns wichtig: Psychotherapie ist nur möglich bei Motivation zu Erkenntnis und Veränderung seitens des Patienten. Ohne seine Mitarbeit geht es nicht!

Krankheitsbilder in der Fachabteilung Psychotherapie

Bei folgenden Erkrankungen ist eine stationäre Therapie in unserer Abteilung möglich:

  • Depressionen, Angsterkrankungen, Zwangsstörungen
  • Belastungsreaktionen und Anpassungsstörungen
  • Psychische Erkrankungen infolge familiärer oder beruflicher Konflikte
  • Somatoforme Störungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Bei folgenden Erkrankungen / Symptomen ist eine Behandlung in unserer Abteilung nicht möglich:

  • Akute Eigen- oder Fremdgefährdung
  • Ausgeprägtes selbstverletzendes Verhalten
  • Aktueller Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch
  • Psychotische Störungen mit Wahn- und Sinnestäuschungen
  • Laufendes Renten- oder Strafverfahren

In diesen Fällen ist eine Behandlung auf der Akut- oder der Suchtstation sinnvoll. Nach Abklingen der Symptomatik kann gegebenenfalls die weitere Therapie in unserer Abteilung für Psychotherapie erfolgen.

Fachabteilung für Psychosomatische Medizin

Wie entstehen psychosomatische Erkrankungen?

Die Psychosomatische Medizin betrachtet den Menschen ganzheitlich – psychisches Befinden, körperliche Reaktionen und soziale Lebensbedingungen sind eng miteinander verbunden. In einer Zeit zunehmender medizinischer Spezialisierung gerät diese Sichtweise nicht selten in Vergessenheit. Psychische Nöte, unverarbeitete Kindheitserfahrungen, Lebenskrisen und emotionale Überforderung finden oft ihren Ausdruck in körperlichen Symptomen. Somatische Erkrankungen gehen nicht spurlos an der Psyche eines Menschen vorbei. Belastende Lebensereignisse, eine begleitende Depression oder Angsterkrankung können zudem zur Chronifizierung von Schmerzen führen oder die Bewältigung einer schweren körperlichen Erkrankung unmöglich machen.

Unsere Behandlung soll dem Patienten helfen, ein Krankheitsverständnis zu entwickeln, einen Umgang mit körperlichen und psychischen Einschränkungen zu finden und neue Bewältigungsstrategien zu erproben. Ziel ist in jedem Fall eine Verbesserung der Lebensqualität.

Krankheitsbilder in der Fachabteilung Psychosomatische Medizin

Bei folgenden Erkrankungen ist eine stationäre Therapie in unserer Abteilung möglich:

  • Psychische Belastungen aufgrund schwerer körperlicher Erkrankungen, z. B. Multiple Sklerose, Herzinfarkt, Niereninsuffizienz, Tumorerkrankungen
  • Psychosomatische Erkrankungen, z. B. chronische Schmerzen unterschiedlicher Ursache, Tinnitus, funktionelle Magen-Darm-Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Störungen

Bei folgenden Erkrankungen / Symptomen ist eine Behandlung in unserer Abteilung nicht möglich:

  • Akute Eigen- oder Fremdgefährdung
  • Ausgeprägtes selbstverletzendes Verhalten
  • Aktueller Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenmissbrauch
  • Psychotische Störungen mit Wahn und Sinnestäuschungen
  • Laufendes Strafverfahren

Wir gehen davon aus, dass die körperliche Seite der Beschwerden diagnostisch abgeklärt ist und der Patient selbst die Überzeugung gewonnen hat, dass die Symptome in bedeutendem Umfang psychisch mitbedingt sind.

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