Landesstrategie gegen Armut - erkennen - planen - machen

Ein gerechtes Sachsen-Anhalt, in dem jeder Mensch die Chance auf ein gutes Leben hat – wo soziale Sicherheit, faire Löhne, bezahlbares Wohnen, gute Bildung und echte Teilhabe keine Frage des Geldbeute

Armut spaltet die Gesellschaft und gefährdet gesellschaftlichen Zusammenhalt und Demokratie. Deshalb braucht Sachsen-Anhalt eine verbindliche Strategie, die Ungleichheit abbaut und allen echte Chancen eröffnet. Die hohe Armutsgefährdung ist ein strukturelles Problem, das Ausgrenzung, gesundheitliche Belastungen und fehlende Bildungschancen verstärkt.

Armut trifft jede*n vierten Sachsen-Anhalter*in
In Sachsen-Anhalt waren 2024 laut Erstergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) etwa 554.000 Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Das sind 25,8 % der Bevölkerung, die
  • weniger als 60% des mittleren Nettoäquivalenzeinkommens zur Verfügung haben.

  • von materiellen und sozialen Entbehrungen betroffen.

  • in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung leben.

Sachsen-Anhalt belegt damit nach Bremen den traurigen zweiten Platz der Länder. Die Armutsgefährdungsquote liegt hier deutlich über dem bundesweiten Schnitt von 21,1 %.

Sachsen-Anhalt braucht jetzt:

  • Eine regelmäßige Armuts- und Reichtumsberichterstattung mit Daten zu Einkommen, Vermögen, Wohnsituation, Bildung und Gesundheit
  • Eine Landesstrategie gegen Armut mit messbaren Zielen, verbindlichen Maßnahmen und konkretem Zeitplan
  • Eine breite Beteiligung: Bauen und Wohnen, Verkehr, Bildung, Arbeit, Integration, Gesundheit, Umwelt, Digitalisierung, Wirtschaft und Soziales sowie Zivilgesellschaft

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